20 Jahre närrisches Treiben

14.02.2007

Mainpost 14.2.2007

 

20 Jahre närrisches Treiben

 

STAMMHEIM Es handelt sich zwar nicht um ein närrisches Jubiläum, aber 20 Jahre Frauenbundfasching in Stammheim sind es immerhin auch wert, gebührend gefeiert zu werden. So geschehen am Wochenende. An drei Abenden war der Saal des Pfarrheimes bis zum letzten Platz gefüllt.

Frohsinn, Heiterkeit und so mancher Fingerzeig konnten die Gäste während des fünfeinhalbstündigen Faschingabends miterleben. Das närrische Programm unter dem Motto „20 Jahre geht es rund – im Fasching hier beim Frauenbund“ wurde moderiert von Hilde Keilholz und Nadine Wieland.

Gleich zu Beginn gaben die „Tanzmäuse“ ihr Fastnachtsdebüt auf dem Parkett. Wie die Profis überwanden sie ihre Nervosität und legten einen flotten Tanz auf die Bühne.

Im Anschluss an die Begrüßung durch Claudia Seißinger (aus dem Vorstandsteam des FB) zeigten die „Weinbergschnecken“ mit ihrer flotten Polka ihr tänzerisches Vermögen.

Liebesgeflüster

Die ersten Lacher der Gäste ernteten Nicky Keilholz und Johannes Moller, die mit ihrer „Liebesgeflüster-Hitparade“ nicht unbedingt Süßholz raspelten.

Ein weiterer Showtanz stand an, mit den Candy-Girls. Mit heißem Rhythmus und tollem Schwung schafften sie es, dass der Funke auf das Publikum übersprang.

Eine Bauchredner-Darbietung der Extraklasse schloss sich nun an. „Charly und Klaus“ durchleuchteten die Stationen einer Ehe. Sie hatten aber auch viele Weisheiten und Ratschläge auf Lager, welche die Lachmuskeln kräftig attackierten.

Eigene Choreographie und Ideen brachten „The Ghetto Ladies“ mit ihrem Showtanz auf die Faschingsbühne. Auch ihre Leistung wurde mit der Applausrakete des Publikums honoriert.

Nun kamen neun gestandene Stammheimer Jungs auf die Bühne, die mit ihrer Hitparade „Die Holzhackerbuam“ ihre Instrumente zu Holzspreisel verarbeiteten und dem Reinigungstrupp hinterher einige Arbeit bescherten.

Von bayrischem Brauchtum ging es nahtlos weiter zu heißblütigen „Mexican Girls“. Auch diese Tanztruppe zeigte ihr Bewegungstalent zu heißen Rhythmen.

„Lotte und Hans“, ein etwas in die Jahre gekommenes Ehepaar animierte das närrische Volk kräftig zum Mitsingen. Dem Hans ging es nach einer durchzechten Nacht sehr schlecht, doch der Strafpredigt seiner Lotte konnte er schlagkräftige musikalische Argumente entgegensetzen.

Talentiertes Tanzmariechen

Den Abschluss des ersten Teils des närrischen Abends machte das Tanzmariechen Anja Bedenk. Der Frauenbund kann sich glücklich schätzen ein solches Talent in seinen Reihen zu haben.

Was wäre der Frauenbundfasching ohne seinen „Stammtisch“. Auch im Jubiläumsjahr zeigten die Stammtischbrüder und -schwestern wieder einmal ihr Talent, die Missgeschicke der Stammheimer Mitbürger gehörig durch den Kakao zu ziehen. Alle Jahre heiß ersehnt und Jahr für Jahr ein Höhepunkt im Frauenbundfasching bilden die „Schläfer“ im närrischen Fastnachtsprogramm. Die sechs Männer des Musikvereins Stammheim arbeiteten auch in diesem Jahr nicht nur örtliche Gegebenheiten ab, nein sie nahmen sich auch der hohen Politik in Wort und vor allem Gesang an. Der gesungene und verbale Rundumschlag kam bei den Gästen bestens an.

Im Anschluss zeigten die „Golden Girls“ ihre Tanzkünste auf dem Fastnachtsparkett. In ihren selbst genähten Kostümen konnten die jungen Damen auch tänzerisch die Stammheimer Narrenschar begeistern.

Renate Bendel schickte sich als „Rekrut Prokat“ an, den Gästen die letzten Kraftreserven ihrer Lachmuskeln zu entlocken. Mit Witz und eiserner Disziplin brachte sie eine gekonnte Bütt auf die Bühne.

Eine kleine Tradition zum Abschluss des Faschingsabend ist inzwischen die tänzerische Darbietung des Männerballet des Erdinger Weißbier-Clubs geworden. Die Perlen der Nacht tanzten als Cowboy und Indianer übers Parkett.

Zum Ende des närrischen Jubiläums-Programms holte Claudia Seißinger alle Akteure noch einmal zum Abschiedslied auf die Bühne.

Zu den News