300 Besucher tummelten sich im renovierten Bauernhaus

12.09.2006

Mainpost 12.9.2006

 

300 Besucher tummelten sich im renovierten Bauernhaus

 

HERLHEIM (BP) Nicht nur Kirchen, Klöster, Burgen und Schlösser gehören zu unserem kulturellen Erbe. Die normale Bevölkerung wohnte in Bauern- und Kleinbürgerhäusern, die noch in stattlicher Anzahl vorhanden sind. Hier stellt sich für den Besitzer häufig die Frage ob er es aufgeben oder sanieren soll. Ein Beispiel was man mit einem solchen Haus anfangen kann, zeigte Matthias Braun aus Herlheim am Tag des Offenen Denkmals den interessierten Besuchern.

Er kaufte vor sechs Jahren ein altes, unter Denkmalschutz stehendes Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert und saniert es seitdem größtenteils in Eigenleistung und mit natürlichen Materialien und nach altem Vorbild. Zum zweiten Mal öffnete er sein Haus damit sich die Besucher über seine Arbeit informieren konnten.

Schätzungsweise 300 Interessierte, darunter auch Fachleute, nutzten die Gelegenheit sich über die Wiederherstellung einer alten Bausubstanz und die Fortschritte seit dem letzten Jahr zu informieren und sich darüber auszutauschen. Der Besitzer stand ihnen bei Bedarf Rede und Antwort, berichtete über seine positiven aber auch negativen Erfahrungen. Eine Bilddokumentation veranschaulichte die Arbeiten seit dem Beginn der Sanierung. Auch Anschauungsmaterial wie zum Beispiel Kalk zum Verputzen und Anstreichen oder Biberschwanzziegel, mit denen das Haus gedeckt ist, wurde gezeigt.

Auf sehr großes Interesse, stieß eine Präsentation alter Herlheimer Orts- und Hausansichten. Hier konnte man sehen, dass ähnliche Häuser noch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus das Ortsbild prägten.

Großen Anklang fand auch die Ausstellung von historischen Fahrzeugen des Veteranenclubs. Zahlreiche Autos, Traktoren und Motorräder konnten die Besucher bewundern. Ein Kramer-Bulldog aus dem Jahre 1938 wurde dabei besonders bestaunt.

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