Abfallbeseitigung bei Johannisfeuern

22.05.2018

Das Landratsamt Schweinfurt teilt mit:

Widerrechtliche Abfallbeseitigung im Rahmen von
„Brauchtums-/Johannis-Feuern“

Mit Beginn der warmen Jahreszeit werden auch in unserem Landkreis
wieder vermehrt private und gesellschaftliche Ereignisse und Feiern im
Freien durchgeführt. Dabei ist es zum Teil Brauch, Feuer wie "Osterfeuer",
"Johannisfeuer", "Sonnwendfeuer" anzuzünden.
Unberührt von den sonstigen geltenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften
zur Genehmigung und Betrieb von Feuerstätten (z.B. Waldgesetz,
Bundesimmissionsschutzgesetz) weist das Landratsamt Schweinfurt –
Umweltamt - darauf hin, dass die Verbrennung von Abfall im Rahmen
des Feuerbetriebs verboten ist.
Leider ist es trotz vieler Aufklärungsinitiativen noch verbreitet, dass
bereits geraume Zeit vor der Veranstaltung an der geplanten Feuerstätte
brennbare Abfälle, wie Möbelteile, Kisten, Abbruchholz, sonstiger
Sperrmüll, Kartonagen und Papier von der Ortsbevölkerung angeliefert
werden, sodass dann massive Müllhalden als Festfeuer angezündet
werden.
Nach § 69 Abs. 1 Nr. 2 KrWG handelt ordnungswidrig, wer entgegen §
28 Abs. 1 Satz 1 KrWG Abfälle zur Beseitigung außerhalb einer dafür
zugelassenen Abfallbeseitigungsanlage behandelt (verbrennt), lagert oder
ablagert. Für die Zuwiderhandlung drohen empfindliche Geldbußen.
Aus vorgenannten Gründen weisen wir deshalb die Veranstalter und
die Ortsbevölkerung auf die Unzulässigkeit der Abfallverbrennung im
Rahmen von Brauchtumsfeuern und sonstigen Feuerbetrieben hin.

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