Änderungen am Bebauungsplan "Oberer Ried"

25.09.2020

Mainpost 25.09.2020

Kolitzheim
Änderungen am Bebauungsplan "Oberer Ried"

Zum Punkt "3. Änderung des Bebauungsplans "Oberer Ried" in Unterspiesheim – Vorstellung der Änderungsplanung" gab es längere Diskussionen im Gemeinderat Kolitzheim. Dominik Dorsch erläuterte, dass die Grundstücke, um die es geht, im Norden des Baugebietes "Oberer Ried" liegen und im Besitz der Gemeinde sind.

Größere Grundstücke
Durch Zusammenlegung der bisher getrennten Flurnummern wolle man größere Grundstücke anbieten, die aber bestimmten Vorgaben genügen müssen: "Die Höhe der baulichen Anlagen wird mit mindestens zwei und maximal drei Vollgeschossen festgesetzt. Diese Festsetzung wird gewählt, um einerseits der Zielsetzung der Gemeinde mit der Schaffung von Wohnungen gerecht zu werden, und andererseits die gestalterisch Einbindung in die umgebende Bebauung zu gewährleisten".

"Um eine bedeutende Anzahl an neuen Wohneinheiten schaffen zu können wirs die Zahl der maximal zulässigen Wohneinheiten je Wohngebäude auf acht Wohnungen erhöht" ist in der Beschlussvorlage zu lesen. Bürgermeister Horst Herbert ergänzte, dass man Sorge trage, dass die Autos nicht an der Straße entlang geparkt werden. Daher ist vorgesehen, dass die Grundstückszufahrten nur in Abstimmung mit der Gemeinde angelegt werden.

Wohnraum schaffen
Auf Nachfrage von Johann Duczak, warum man diese Bauplätze für die Mehrfamilienhäuser gewählt habe, gab Dominik Dorsch die Auskunft, dass die Lage im Norden mit dem Schattenwurf auf die nördlich liegende Straße für die Nachbarn am wenigsten beeinträchtigend sei. Die mögliche Beeinträchtigung vor allem eines der Nachbargrundstücke ließ manche Mitglieder des Gremiums zögern, dem Vorhaben zuzustimmen.

Renate Moller regte an, dass man bei dem südlichen Grundstück nur eine niedrigere Gebäudeerhöhung erlauben könnte. Eric Dittmann führte aus, dass diese Beeinträchtigung nicht so stark sei, weil das Gelände falle. Berthold Pfaff setzte sich für das Projekt ein: "Es gibt viele junge Familien, die sich ein Eigenheim für 400 000 Euro nicht leisten können. Wir müssen Wohnraum für diese jungen Familien schaffen." 

Ulrike Bach vertrat die Auffassung, dass es auch ältere Personen gebe, die eine kleinere Wohnung suchen. Für diesen Bedarf entstehe im Gemeindegebiet ein Objekt mit 40 Wohneinheiten, hielt ihr der Bürgermeister entgegen. Mit der Überlegung, dass mit der Auslegung weitere Einwendungen kommen werden, und man dann immer noch die Möglichkeit habe, nähere Einzelheiten festzulegen, stellte der Bürgermeister das Vorhaben zur Abstimmung. Mit einer Gegenstimme wurde der Bebauungsplan auf die Reise durch die Behörden geschickt.

Hygienekonzept für Gemeindegebäude

Unter dem Tagesordnungspunkt "Wünsche und Anregungen" informierte Horst Herbert, dass das Schutz- und Hygienekonzept für Gemeindegebäude ausgeteilt worden sei. Er stellte klar, dass die Vereine, die die Gebäude nutzen, sich um die Einhaltung dieser Regeln kümmern müssen.

Die Bezuschussung des Steges über die Volkach in Zeilitzheim falle erheblich niedriger aus, als gedacht, teilte er mit. Außerdem seien weitere Naturschutzmaßnahmen für die Umgebung des Steges gefordert, die mit Mehrkosten für die Gemeinde verbunden seien. Über diese neue Situation müsse man in einer der nächsten Sitzungen beraten, insbesondere müsse man entscheiden, ob die Gemeinde die erhöhten Kosten übernimmt.

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