Alle Hürden im Corona-Schuljahr übersprungen

28.07.2020

Mainpost 28.07.2020

 

Herlheim

Alle Hürden im Corona-Schuljahr übersprungen

"Fünf vor Zwölf vor den Ferien": So lautete das Motto der Segnungsgottesdienste für die ersten bis dritten Klassen zum Abschluss des Schuljahrs 2019/20 an der Grundschule Kolitzheim in Herlheim. Ja, es wurden zwei Gottesdienste gehalten, denn wegen des gesetzlichen Mindestabstandsgebots sind die Schulklassen der Grundschule in zwei Gruppen geteilt – eine "blaue Gruppe" und eine "grüne Gruppe".

Im tageweisen Wechsel besuchten sie die Schule, und entsprechend dieser Gruppeneinteilung fand auch der Segnungsgottesdienst statt.

"Dieses Schuljahr war schon ein Hürdenlauf", sagte Pfarrer Amrehn, der die beiden Segnungsgottesdienste zum Abschluss des Schuljahrs gestaltete. Gemeinsam hatten Pfarrer Amrehn, Rektorin Michaela Kirchner, Konrektorin Jana Niedermeyer und Gemeindereferent Andreas Christof  überlegt, wie man unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln den Abschlussgottesdienst feiern könnte.

Gewohnte Abläufe sehr verändert

Und so kam es zum Gottestdienst-Themenkonzept "Hürdenlauf": Einige Schüler waren eingeladen, ihre Hürdenlauf-Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Sie konnten ihr Geschick an der aus Seilen gebildeten Hürde, die von zwei Mitschülern gehalten wurde, zeigen. Dabei erinnerte man sich gemeinsam an die Hürden, die das zu Ende gehende Schuljahr mit sich gebracht hatte und die die gewohnten Abläufe verändert hatten.

Über viele "Hürden", die das "Corona-Schuljahr" mit sich gebracht hatte, konnten die Mädchen und Jungen aus den drei Klassen berichten: "Wir durften nicht in die Schule", "Wir mussten Masken tragen", "Wir konnten unsere Freunde nicht treffen, weil sie in der anderen Gruppe waren".

Verbindung zur Corona-Situation erkannt

Die Erinnerung an die "Hürden", die auch schon die Menschen in der Geschichte des Volkes Israel überwinden mussten, und ihre Erfahrung, dass Gott ihnen hilft, wurden den Schülern im Gottesdienst durch Psalm 18 vorgestellt: "Mit meinem Gott überspringe ich Mauern", heißt es dort, und: "Du schufst weiten Raum meinen Schritten, meine Knöchel wankten nicht."
Den Schülern fiel es nicht schwer, die Verbindung zu der aktuellen Situation herzustellen.

Nach dem Dank für die trotz Corona guten Erlebnisse im zurückliegenden Schuljahr, den Fürbitten, dem gemeinsam gesprochenen Vaterunser und dem Segen durften dann alle die Hürden, die aus Seilen gebildet wurden, überspringen und das Psalmwort in die Tat umsetzen: "Mit meinem Gott überspringe ich Mauern."

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