Alles Smartphone oder was?

15.05.2019

Mainpost 15.05.2019

Gernach

Alles Smartphone oder was?

Mitten aus dem Leben gegriffen: Klagen der Eltern über die neuen Medien, dass die Kinder mit Worten um sich werfen: "das verstehen wir Eltern gar nicht - meine Tochter spricht immer von smart-chap - oder so? Face-Book sei bei den Kindern ja längst out. Der Referent, Lambert Zumbrägel, zuständig für die Medienfachberatung beim Bezirksjugendring Unterfranken konnte gleich zeigen, wie man als Eltern mit einer solchen Situation umgehen sollte: zielführender, als weiter zu Jammern oder gar seiner Tochter einen Vortrag zu halten über die Gefahren des Internet sei es, sich erklären zu lassen, was denn das sei - Snap-Chat. Die Tochter konnte dann auch erklären, dass man mit Snap-Chat Bilder schicken kann, dass man auch telefonieren kann, und dass nach einer Zeit, die man einstellen kann, die Bilder und Nachrichten auch wieder verschwinden, wenn man das will.

Lambert Zumbrägel war von KOMM-In zu einem Vortrag mit dem Thema "Alles Smarthpone oder was- was wir alle über die Medien lernen müssen" eingeladen. Und eine bunte Zuhörerschar war gekommen: von den Jugendliche, für die das Smarthphone zum Alltag gehört, bis hin zur Oma, die sich Sorgen macht, ob ihr Enkelkind zu lange und auf gefährlichen Seiten im Internet unterwegs ist.

Lambert Zumbrägel ging aus dem Stegreif auf die Fragen seines Publikums ein. Wie ein roter Faden zog sich durch seine Ausführungen, dass es wichtig sei, mit den Kindern und Jugendlichen im Gespräch zu bleiben. Und den Jugendlichen erklärte er: "Wenn die Eltern unbequem werden, machen sie sich Sorgen." Aufgabe der Jugendlichen sei es dann, den Eltern ihre Sorgen zu nehmen, indem man sie fragen, worin denn genau ihre Sorge bestehe. Den Eltern ist es aufgegeben, ihre Sorgen zu konkretisieren, und nicht sich allgemein negativ über das Medienverhalten der Kinder zu beklagen. 

Dass Medienkompetenz für das spätere Berufsleben vorteilhaft sein kann, zeigt die Beobachtung, dass Bewerber, die Spielefreaks sind, unter Umständen eher eingestellt werden, weil sie komplexe Zusammenhänge schnell erfassen. Zumbrägel gab auch weitere konkrete Tipps im Umgang mit den Kindern: Man sollte den Kindern nicht täglich eine bestimmte Computerzeit vorgeben, sondern eine  Stundenzahl mit ihnen vereinbaren, die sich über die ganze Woche erstreckt. Das erhöht die Entscheidungsfreiheit.

Weiterführende Links

https://das-elternhandbuch.de/klicksafe/. Hier können sich Eltern und auch Kinder über den sicheren Umgang mit dem Internet informieren. https://www.handysektor.de/startseite/. Diese Seite informiert detailliert über den sicheren Umgang mit Smartphones, erklärt die Funktionsweise und Einstellungen, die die Sicherheit erhöhen. Sehr informativ: https://www.internet-abc.de/ Auf dieser Seite, die Kinder, Eltern und Lehrkräfte speziell anspricht, wird besonders kindgerecht der kompetente Umgang mit dem Internet dargestellt und erklärt, wie wichtig es ist, sorgsam zu überlegen, was man im Internet veröffentlicht. 

 

 

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