Alphörner und A-capella-Gesang

26.01.2016

Mainpost 26.01.2016

STAMMHEIM
 

Alphörner und A-capella-Gesang

Um seinen Konzertsaal zu füllen, lässt sich der Gesangverein Stammheim immer wieder etwas Neues einfallen. Bei der zweiten Auflage des Winterkonzerts am Sonntag in der Kirche St. Bartholomäus wurden die 300 Besucher von begeisternder Chormusik und außergewöhnlichen Instrumentalklängen verwöhnt. Vier Chöre, ein Gesangsquartett und die Alphornbläser Schwarze Berge aus der Rhön sorgten für einen großartigen Konzertnachmittag, der lange in den Ohren der Gäste nachklang.
Den Auftakt des fast zweistündigen Liederpotpourris machte Neu-Organist Herbert Ziegler mit einem klassischen Werk auf der Kirchenorgel. Die gemischte Gesangsgruppe „Belcanto“ aus Unterspiesheim, unter der Leitung von Silvia Albert, servierte Songs in englischer Sprache – modern und leidenschaftlich. „Hallelujah“ (von Leonhard Cohen) und „He?s changing my life“ (The Pilgrim Wonders) lauteten die Titel der beiden unter die Haut gehenden Eingangslieder, die Lust auf mehr Hörgenuss machten.

Das Gesangsquartett „Cantabile“ mit Sängern aus dem Schweinfurter Umland reihte sich nahtlos in den Konzertreigen ein. Renate Kleider (Sopran), Silvia Albert (Alt), Karlheinz Kleider (Tenor) und Herbert Bierlmeier (Bass) machten mit ihren A-capella-Vorträgen in bester Gospel-Manier den gut gemeinten Vorsatz von Gesangvereinsvorstand Gerhard Scheller zunichte, der in seiner Begrüßungsansprache darum bat erst nach den Blöcken zu applaudieren. Anfangs noch diszipliniert wollte das Auditorium mit zunehmender Konzertdauer nicht warten, bis es den Künstlern den verdienten Lohn verabreichen durfte. So auch bei den sechs Alphornbläsern, die das Gotteshaus als voluminösen Klangkörper nutzten. Ergreifende Lieder aus den Schweizer Alpen machten deutlich: die Klänge des Alphorns können „eigentlich“ weitere Distanzen überwinden.
Instrumental begleitet vom Vorsitzenden Roland Wagner präsentierten die Akteure des Männergesangvereins Veitshöchheim irische Weisen wie „An irish blessing“ und Spirituals wie „Heaven is a wonderful place“, dirigiert von Martin Schorndanner. Die Gäste traten zunächst als reiner Männerchor, später als Gemischter Chor auf.

Ihnen spürte man die Freude am gemeinsamen Musizieren ebenso an wie den Lokalmatadoren vom Stammheimer Gesangverein. Unter der Leitung von Herbert Bierlmeier sang sich der Gemischte Chor mit „Ich wollte nie erwachsen sein“, „Walzergefühl“ und „Time to leave“ in die Herzen der Zuhörer.
Gemeinsam stimmten Sängerschar und Publikum das Lied „Ich wünsche Dir Offenheit“ an. Kein Mensch soll als Fremder vor verschlossener Tür stehen, so die Quintessenz des Songs. Im Anschluss an das Konzert spielten die Alphornbläser zur Überraschung flotte Zugaben in der Kirche, während vor dem Gotteshaus Leckereien serviert wurden.
Das Fazit des Winterkonzerts: die Verantwortlichen des Stammheimer Gesangvereins haben sich wieder einmal mächtig ins Zeug gelegt, um ihren Gästen ein schönes Konzerterlebnis zu bereiten.

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