Aufzug bereitet Bauchweh und Kopfzerbrechen

18.07.2009

Mainpost 18.07.2009

KOLITZHEIM

Aufzug bereitet Bauchweh und Kopfzerbrechen

Gemeinderat beschäftigt sich erneut mit behindertengerechtem Zugang zum Gemeindehaus

 

Wiederholt beschäftigten sich Gemeinderat und Bauausschuss mit dem Umbau des Feuerwehrhauses in Oberspiesheim. Ein Aufzug soll hier einen behindertengerechten Zugang zum benachbarten Gemeindezentrum schaffen.

Architekt Dieter Buzzi stellte dem Gemeinderat zwei Alternativen vor. Ein Aufzug an der Nord- oder Ostseite des Gemeindezentrums könnte alle Stockwerke bis zum Dach erreichen. Hier wäre zur Erweiterung des Feuerwehrhauses ein niedrigerer Anbau im Süden möglich, was gefälliger aussehen würde. Der Dachstuhl des müsste nicht verändert werden.

Bei einem Anbau auf der Nordseite oder einem Aufzug im Inneren müsste die Decke des Gerätehauses angehoben und das Dach erneuert werden. Im Erdgeschoss des Anbaus würden Toiletten und eine Eingangszone entstehen. Eine Treppe führt nach oben, ebenso ein Aufzug. Hier soll ein Schulungsraum entstehen, der auch anderweitig genutzt werden könnte. Eine Tür würde in den Saal des Gemeindezentrums führen.

Die Kosten dafür: knapp 309 000 Euro. Ein vorgesetzter Aufzug würde ähnlich viel kosten. Mit Baunebenkosten wären also in jedem Fall mit 350 000 Euro zu rechnen.

Bürgermeister Horst Herbert fasste zusammen: Ein Nordanbau oder ein Aufzug innen erreicht nur das erste Geschoss, ein Anbau im Süden sieht gefälliger aus, hier stört aber ein vorgesetzte Aufzug vor dem Gemeindezentrum, allerdings könnte so das Dachgeschoss erreicht werden.

Der Rat diskutierte, ob es nötig sei, behindertengerecht bis ganz nach oben zu gelangen. Dort sei nur ein Musikerraum und bei Bedarf müssten Veranstaltungen ein Stockwerk tiefer stattfinden. Die beiden Oberspiesheimer Räte plädierten für einen Nordanbau und Innenaufzug. Die Veranstaltungen fänden meist im ersten Stock statt, so Christian Keil.

Ihn erschrecke die Kostenschätzung, sagte Franz Eisenhut-Fuchsberger. Der Betrag sei zu hoch, auch, wenn es vom Amt für ländliche Entwicklung die in Aussicht gestellten 100 000 Euro Förderung gebe. Es müsste gespart werden.

Außer den Wänden bleibe bei Abnahme des Daches wenig stehen, sagte Reinhold Holzheid und schlug vor, das Gebäude komplett anders hinzustellen. Dies sei wegen des nur eingeschossigen Zwischengebäudes nicht möglich, so der Bürgermeister.

Er habe Bauchweh wegen eines Aufzugs im Feuerwehrhaus und falls nur ein Stockwerk erreicht werden könne, sagte Reinhard Heck. Das Feuerwehrhaus habe einen extra Zugang, so die Antwort. Ein Innenaufzug könnten zwei Veranstaltungsräume erreichen, wurde ein Vorteil hervorgehoben.

Man werde versuchen die Kosten zu senken und er werde sich mit dem Amt für ländliche Entwicklung abstimmen, sagte Herbert. Die Pläne der Feuerwehr und anderer Vereine sollen vorgestellt werden. Dem stimmten der Gemeinderat zu.

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