B 286 soll ab 7. Dezember wieder offen sein

13.11.2018

Mainpost, 13.11.2018

UNTERSPIESHEIM/ALITZHEIM

B 286 soll ab 7. Dezember wieder offen sein

Die Verkehrsfreigabe auf der seit Mitte August zwischen den Anschlussstellen Alitzheim und Unterspiesheim gesperrten B 286 steht kurz bevor. Sofern das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, kann der Verkehr ab Freitag, 7. Dezember, über die neue Trasse mit dann zwei weiteren Überholfahrstreifen in Höhe von Oberspiesheim sowie einer neuen Einfädelspur bei Alitzheim rollen.

Die Baumaßnahme umfasst inzwischen nach Aussage von Rüdiger Köhler im Grunde zwei Maßnahmen. Zum einen ist es der Bau zweier Überholfahrstreifen von Oberspiesheim bis an den Hahnwald bei Alitzheim, so der für den Bundes- und Staatsstraßenbau im Landkreis Schweinfurt zuständige Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt weiter. Die Gesamtlänge beider Überholspuren beläuft sich auf rund 2,2 Kilometer. Davon weist der südliche, von Alitzheim kommende Überholfahrstreifen rund 950 Meter in Fahrtrichtung Schweinfurt und der direkt anschließende nördliche Überholfahrstreifen nach der Anschlussstelle Unterspiesheim rund 800 Meter in Fahrtrichtung Gerolzhofen auf. Die restlichen rund 450 Meter der 2,2 Kilometer entfallen auf die Übergangsbereiche jeweils am Anfang und Ende der Überholstrecke. Am nördlichen Ende ist schließlich der Übergang auf den vorerst provisorischen Bestand vorgesehen. Hier sollen zwischen den Anschlussstellen Unterspiesheim und Schwebheim später weitere Überholfahrstreifen folgen, nach Schwebheim bis Schweinfurt dann der derzeit in der Vorbereitung befindliche vierstreifige Ausbau.

Asphaltierung hat begonnen

Die ersten Asphaltschichten, bestehend aus Tragschicht und Binder, wurden in der vergangenen Woche eingebaut. Es werden noch weitere Arbeiten an den umfangreichen Entwässerungseinrichtungen folgen. Die Asphaltdecke soll Ende November eingebaut werden, in der ersten Dezemberwoche folgen noch Markierung, Bankette, Schutzplanken und Beschilderungen, um die B 286 in diesem Bereich dann wieder ab 7. Dezember aufzumachen .

Um die Vollsperrung auszunutzen und sowohl die Verkehrsteilnehmer als auch die Anlieger in den umliegenden Gemeinden nicht zusätzlich zu belasten, hat sich das Staatliche Bauamt entschlossen, zeitgleich eine zweite Baumaßnahme durchzuführen: die Sanierung der Strecke zwischen dem vorgenannten Bauabschnitt und dem im Jahre 2014 bereits gebauten Abschnitt südlich von Alitzheim mit dem Überholfahrstreifen, der sich in Fahrtrichtung Gerolzhofen auf einer Länge von 1,8 Kilometern von der Auffahrt bei Alitzheim bis in Höhe des Aussiedlerhofs Rosenhof erstreckt.

An Sanierung führte kein Weg vorbei

Im Bereich der Dammlage der B 286 auf Höhe von Alitzheim wird die bestehende Bundesstraße bis unter die Tragschichten ausgebaut und dann neu aufgebaut. Rüdiger Köhler: „Die Schäden waren zu groß als dass man hier nur hätte oberflächlich sanieren können.“ Nördlich des Damms bis durch den Hahnwald werden nur die oberen Schichten der Fahrbahn saniert. Die vorangegangenen Untersuchungen hätten gezeigt, dass die unteren Schichten ausreichend dimensioniert waren, so der Mann vom Staatlichen Bauamt.

Neuer Beschleunigungsstreifen

Zeitgleich wird an der Anschlussstelle Alitzheim in Fahrtrichtung Schweinfurt ein Beschleunigungsstreifen angebaut, damit sukzessive eine einheitliche Charakteristik entlang der Strecke entsteht. In der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass die bestehenden autobahnähnlichen Zufahrtsrampen, die aber ohne Beschleunigungsstreifen gebaut sind, häufig zu Missverständnissen führen, so Köhler. Deshalb werde eben ein solcher Beschleunigungsstreifen jetzt ergänzt. Die Arbeiten für diese beiden Maßnahmen sollen dann zum Ende der ersten Dezemberwoche abgeschlossen werden.

Kostenpunkt: Rund 7,7 Millionen Euro

Die Kosten für den Anbau der Überholfahrstreifen belaufen sich nach Angabe von Rüdiger Köhler auf rund sechs Millionen Euro. Knapp eine Million Euro entfalle davon auf die Feldwegbrücke über die B 286 in Verlängerung der Oberspiesheimer St.-Wendelinus-Straße, über die der landwirtschaftliche Verkehr in die Sulzheimer Gemarkung gelangt. Die Streckensanierung bei Alitzheim mit dem Anbau des Beschleunigungsstreifens ist mit rund 1,7 Millionen Euro veranschlagt.

So soll es mit dem Ausbau weitergehen

Nach den Maßnahmen in diesem Jahr wird man sich 2019/2020 auf den vierspurigen Ausbau zwischen Schweinfurt und Schwebheim konzentrieren, so Rüdiger Köhler. Parallel dazu werden die Planungen und die Rechtsverfahren (die sogenannte Planfeststellung) für die verbliebenen zwei Abschnitte zwischen Schwebheim und Unterspiesheim vorangetrieben. Nach Vorlage dieses Baurechts ist geplant, mit den Brückenbauwerken der Staatsstraße von Schwebheim nach Unterspiesheim, der Gemeindestraße sowie der Anschlussstelle zu beginnen und dann den Streckenbau, voraussichtlich in einem Zuge, nachzuziehen.

 

Zu den News