Bagger vor dem Altar

25.04.2015

Mainpost, 25.04.2015

 

UNTERSPIESHEIM
Bagger vor dem Altar

Die Unterspiesheimer packten bei den Vorbereitungen zur Kirchenrenovierung fleißig mit an

Dank des Einsatzes der Unterspiesheimer für ihre Kirche schritten die Vorbereitungsarbeiten für die Renovierung der Sebastianskirche schnell voran. Die Kirchenbänke und der Fußboden waren bald entfernt, die notwendigen Einhausungen vorgenommen, so dass mit einem kleinen Bagger in der Kirche begonnen werden konnte, den Untergrund für den neuen Fußboden rund 40 Zentimeter tief auszuheben.

Etwa 35 Personen hatten sich an den Arbeiten beteiligt. In Rekordzeit waren in der vergangenen Woche die Kirchenbänke und alles Mobiliar ausgeräumt, eingelagert oder auf den Bus einer Fachfirma geladen, die die Bilder und Statuen zur Renovierung in ihre Werkstatt mitnahm. Lediglich zwei Tage benötigte das.

Die Unterspiesheimer gingen fleißig zu Werk, stellten alle Wagen und Zugmaschinen, die nötig waren. Ein Team von Frauen aus dem Pfarrgemeinderat, unterstützt von fleißigen Helferinnen hatte die Brotzeit für die Helfer gerichtet, Kuchen gebacken, Kaffee gekocht und sogar Bier und spendierten Schnaps bereitgestellt.

Helfer 250 Stunden aktiv

Zur Brotzeit gab es eine kräftige Gemüsesuppe mit Wursteinlage. Die ganze Zeit über konnten sich die Helfer mit Kuchen und Kaffee stärken. Der Siedlerverein Unterspiesheim stellte den Helfern das Siedlerheim zur Verfügung und lieh bereitwillig Werkzeug aus.

In der vergangenen Woche waren etwa 250 Helferstunden erbracht worden, ein Beitrag zur Verringerung des noch bestehenden Finanzbedarfs von etwa 260 000 Euro. 600 000 Euro für die Kirchensanierung sind gesichert, unter anderem durch Zuschüsse der Gemeinde Kolitzheim. Die Kirchenstiftung wird für die übrigen Kosten ein Darlehen aufnehmen müssen. Daher hofft sie auf weitere zinslose Darlehen von Gönnern, die die Höhe des Kredits und den Zeitpunkt der Rückzahlung selbst festlegen könnten. Spenden seien natürlich auch willkommen, so die Unterspiesheimer Kirchenstiftung. Wenn alles nach Plan läuft, soll am ersten Adventssonntag wieder Gottesdienst in der dann renovierten Kirche gefeiert werden: Mit neuer Heizung, neuem Fußboden und renovierter Stuckdecke, aber noch ohne Orgel, ohne die liturgische Einrichtung des Chorraumes und eventuell auch noch mit verhüllten Seitenaltären.

es

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