Bau im Kindergarten geht gut voran

26.03.2015

Mainpost den 26.03.2015

KOLITZHEIM/UNTERSPIESHEIM
Bau im Kindergarten geht gut voran

Bau- und Umweltausschuss vor Ort

Die politische Gemeinde beteiligt sich finanziell mit zwei Dritteln am Kindergartenan- und -umbau sowie mit einem Drittel an der Renovierung der Kirche. Deshalb machte sich der Bau- und Umweltausschuss unter Leitung des zweiten Bürgermeisters Martin Mack vor Ort in Unterspiesheim ein Bild von den laufenden und geplanten Maßnahmen. Diese erläuterten Pfarrer Thomas Amrehn und Planer Armin Kraus.

Weit fortgeschritten ist der Anbau des Kindergartens, in dem der Kleinkinderbereich untergebracht wird. Hier werden in zehn Tagen die Fliesen verlegt. Dann sind die weiteren Bodenbeläge, der Anstrich und die Türen an der Reihe. Im Untergeschoss entstehen hier ein Gruppen-, ein Wickel- und ein Schlafraum, der Toilettenbereich und die Garderobe. Auf der Nordseite des Gebäudes wird der Außenspielbereich für die Kleinkinder sein, auf der Südseite ist bereits der für die Größeren. Auch hierher soll es Kontaktmöglichkeiten geben. Im Obergeschoss sind die Räume für das Personal und die Verwaltung untergebracht. Der Zugang hierzu führt durch einen jetzigen Gruppenraum im Altbau. Dieser Raum soll in Zukunft nur noch als Intensivraum genutzt werden. Die vierte Gruppe wird auch weiterhin im Gemeindezentrum untergebracht sein. Diese Möglichkeit habe das Landratsamt jetzt auf unbefristete Zeit verlängert, berichtete Pfarrer Amrehn erfreut.

Dach muss abgedeckt werden

Nur um die Dachliegefenster, die im Altbau ausgetauscht werden müssen, muss auch die Isolierung erneuert werden, wie es sich bei Untersuchungen zeigte, berichtete Planer Kraus. Natürlich sei es nötig, das Dach abzudecken. Das alte Material könne allerdings zum großen Teil wiederverwendet werden.

Mit relativ wenig Aufwand habe man für die Gruppenräume im Erdgeschoss eine günstige Lösung für den Schallschutz gefunden, so Pfarrer Amrehn. Nach 19-jährigem Gebrauch werden in diesen Räumen auch die Linoleumböden neu eingelassen. Der Steinfußboden im Eingangsbereich wird nicht, wie zunächst vorgesehen, erneuert. Nach einer chemischen Reinigung wird er im jetzigen Zustand belassen.

Im südlichen Bereich der Pfarrkirche soll ein bisher verschlossener Außenbereich für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Sinn hierfür sei, dass man trockenen Fußes in die Sakristei kommen könne. Deshalb schlage er eine wassergebundene Schicht vor, so Pfarrer Thomas Amrehn. Vom Dorfplatz her solle ein stilvolles Tor, das zum Kirchendenkmal passe, den Eingang zu diesem Bereich bilden. Ein von Amrehn vorgeschlagenes Gittertor finde er nicht gut, da der Anblick auf die Gebäude im Hintergrund nicht sehr schön sei, so Alfred Bumm.

Ein weiterer Diskussionspunkt war eine teilweise beschädigte Mauer am Rande des Areals, die allerdings nicht unter Denkmalschutz steht. Sie müsste renoviert oder eventuell auch entfernt werden.

Immense Schäden

In der Kirche, die letztmals 1978 renoviert worden ist, berichteten Pfarrer Amrehn und Planer Kraus von immensen Schäden. So müsste der damals eingebaute Fußboden erneuert werden und eine ordentliche Unterschicht erhalten. Auch die Decke müsste stabilisiert werden. Bereits jetzt schützt ein Netz vor herab fallenden Stuckteilen. Hierzu fragte Martin Mack, ob da nicht noch unwägbare Kosten hinzukommen könnten. Nach Voruntersuchungen sei die hierfür veranschlagte Summe relativ sicher, antwortete Kraus. Ferner sind Holzteile im Kirchenraum stark vom Holzwurm befallen. „Und an der weiteren hochwertigen Ausstattung sind einige Renovierungen nötig“, so Pfarrer Amrehn.

Bei der Änderung der liturgischen Ausgestaltung, an der sich die Gemeinde allerdings kostenmäßig nicht beteiligt, soll unter anderem dem Altar wieder mehr Bedeutung gegeben werden, klärte der Geistliche auf.

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