Baubeginn im Burggraben

30.05.2015

Mainpost, 30.05.2015

 

KOLITZHEIM
Baubeginn im Burggraben

Die Planungen für das neue Baugebiet vorgestellt

Im Herbst dieses Jahres sollen die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet „Burggraben Ost“ in Oberspiesheim beginnen. In der Gemeinderatssitzung stellte Wolfgang Müller vom Büro iwm die Planungen hierfür vor.

Danach wird die Wasserleitung in einem Ringschluss an das bestehende Baugebiet angeschlossen. Für den Kanal schlug Müller Kunststoffrohre vor. Hierzu informierte Bürgermeister Horst Herbert, vor allem an die neueren Gemeinderäte gewandt, dass vom ehemaligen Gemeinderat bereits im Vorfeld ein Mischsystem für die Entwässerung beschlossen wurde. Ein Trennsystem wäre nur sehr schwer umzusetzen gewesen.

Die Straße durch das Baugebiet wird eine Asphaltdecke erhalten, stellte Wolfgang Müller weiter sein Konzept vor. Die Parkflächen auf der einen Seite und der Gehweg auf der anderen Straßenseite werden gepflastert werden. Ebenso zwei Gehwege, die aus dem Wohngebiet hinausführen.

Für den Wasserablauf wird es auf beiden Seiten der Fahrbahn eine V-förmige Rinne geben, entweder aus Granit oder aus Beton. Die Farben von Straße und Pflaster soll denen in der älteren und benachbarten Siedlung angepasst werden.

Die Kosten der Erschließung werden bei circa 320 000 Euro liegen, so der Planer. Einstimmig stimmten die Räte diesem Konzept zu und beauftragten Wolfgang Müller mit der Ausschreibung der Arbeiten.

Im Süden des neuen Baugebietes, in der Nähe der Gärtnerei, befindet sich bereits heute eine betonierte Fläche, die sich als Wendemöglichkeit eignet. Hier endet die Gärtnerstraße, zwei landwirtschaftliche Wege führen allerdings in die Flur. Dieser Bereich, der sehr schlecht sei, sollte erneuert werden, lautete ein Vorschlag von Planer Müller. Die Kosten hierfür lagen bei circa 27 000 Euro.

Gespräche mit der Gärtnerei

Dies lehnten allerdings mehrere Räte ab, denn von dort gebe es keine Zufahrt zum neuen Baugebiet. Für die Anlieger sei die Gärtnerstraße eine Sackgasse, so Martin Mack. Er befürchte, dass der Wendeplatz dann als Parkplatz, auch für die Gärtnerei, für die es keine Bringschuld gebe, genutzt werde.

Im Laufe der Diskussion stellte sich dann auch heraus, dass die Fläche ursprünglich durch den Gartenbaubetrieb mit Beton befestigt wurde. „Also muss der Belag auch wieder durch diesen Betrieb entfernt werden“, forderte Kurt Scheuering. Christian Keil schlug vor, zunächst mit dem Besitzer der Gärtnerei über die Sachlage zu reden. Dies wird Bürgermeister Horst Herbert tun.

Bereits zum dritten Mal war der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Weinbergsweg 5“ in Lindach Thema in der Gemeinderatssitzung. Zweimal waren die Pläne öffentlich ausgelegt und die Träger öffentlicher Belange wurden um Stellungnahme gebeten.

Die wichtigsten Einwände bei der zweiten Anhörung betrafen das Mistlager und die Entwässerung. Diese Beanstandungen werden beachtet und textliche Änderungen eingearbeitet. Die Räte stimmten dem zu und die Satzung wurde beschlossen, womit der vorhabenbezogene Bebauungsplan rechtsverbindlich ist.

Von unserer Mitarbeiterin Brigitte Pfister

Zu den News