Baugebiet nach Norden erweitern?

25.04.2016

Mainpost 25.04.2016

KOLITZHEIM

Baugebiet nach Norden erweitern?

Nur noch wenig Bauplätze stehen im Ortsteil Kolitzheim Bauinteressenten zur Verfügung. Deshalb gibt es Überlegungen über die Ausweisung eines neuen Baugebietes. Einen favorisierten Standort schauten sich die Mitglieder des Bauausschusses des Kolitzheimer Gemeinderats in ihrer jüngsten Sitzung vor Ort an.
Es ist das Gebiet, das nördlich parallel zur Ahornstraße verläuft. Im Westen davon liegt der Altort. Ursprünglich war eine Erweiterung des Baugebietes in südöstlicher Richtung vorgesehen, erinnerte Bürgermeister Horst Herbert. Der nun bevorzugte Standort beinhalte allerdings einige Vorteile.

So entstehe hier kein Konflikt zur geplanten Trasse der Ortsumgehung. Eine Entstehung hier stelle auch eine sinn- und maßvolle Erweiterung des Ortsbereiches dar und führe zu einer Verdichtung des Gesamtortes.
Durch ein Baugebiet an dieser Stelle werde auch vermieden, dass der Ortsrand weiter ausgedehnt wird, und die Entfernung zum Ortskernbereich sei sehr gering, ebenso die zum Kindergarten.
Die Verkehrserschließung des Gebietes kann über bereits bestehende Straßen erfolgen. Das eventuelle künftige Baugebiet, das zum großen Teil im Besitz der Gemeinde ist, umfasst 1,4 Hektar. Es ist 230 Meter lang und 60 Meter breit. In zwei Reihen könnten 16 bis 18 Bauplätze in einer Größe von 600 bis 800 Quadratmetern entstehen.
Allerdings wäre bei einer Umsetzung dieser Pläne die Realisierung des grünen Rings in diesem Bereich gegenstandslos, so Bürgermeister Herbert. Es könnte dann vielleicht die Ortsrandbegrünung in die Planung für den restlichen Bereich des grünen Rings einbezogen werden.
Auch Gewerbeflächen gibt es in Kolitzheim nicht in großem Ausmaß. Vor Ort schauten sich die Mitglieder des Bauausschusses in Unterspiesheim die dortigen noch zur Verfügung stehenden Areale an. Eine Fläche in Gemeindehand ist der augenblickliche Standort des Häckselplatze im Norden des Dorfes beim Sägewerk Gleitsmann.
Das Gebiet weiter nördlich ist zwar ebenfalls als Gewerbegebiet vorgesehen, es befindet sich allerdings noch im Privatbesitz. Außerdem lehnen Gewerbetreibende es ab, ihren Betrieb an diesem Standort anzusiedeln, so Bürgermeister Herbert.

Ein weiteres Areal hinter dem Tegut-Markt ist im Besitz der Gemeinde. Es ist allerdings nicht erschlossen.

 

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