Baugebietserweiterung für Gernach beschlossen

01.03.2019

Mainpost 01.03.2019

 

Kolitzheim

Baugebietserweiterung für Gernach beschlossen

Bauanträge und die Baugebietserweiterung in Gernach waren die Hauptthemen in der Gemeinderatssitzung unter Leitung des Zweiten Bürgermeisters Martin Mack. Die vier Bauanträge erhielten alle das gemeindliche Einvernehmen, wobei immer wieder Befreiungen von den Festsetzungen des jeweiligen Bebauungsplans diskutiert wurden.

Insbesondere bei einem Bauvorhaben wurde die Höhe bei der Errichtung eines Sichtschutzzaunes nicht in dem beantragten Umfang genehmigt, sondern mit einer maximalen Höhe von 1,20 Meter. Positiv sei, dass der Antragsteller nicht schwarz gebaut hat, sondern den rechtlich verbindlichen Weg gegangen ist. Nach kurzer Diskussion wurde der isolierten Befreiung zum Bau einer Stützmauer in Zeilitzheim zugestimmt.

Der Bebauungsplan Baugebietserweiterung in Gernach erhält die Bezeichnung "Seeweg II mit 1. Änderung des Bebauungsplans Seeweg I und der 3. Änderung des Bebauungsplans "An der Linn". Das neue Baugebiet umfasst rund zwei Hektar. 16 bis 17 neue Bauplätze können entstehen. Die Gemeinde verfügt über 60 Prozent der Flächen, Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern, die bisher noch nicht verkauft haben, fanden bereits statt, weitere Gespräche werden nötig sein. Die Entwässerung im Trennsystem ist vorgesehen, ebenfalls soll ein kleines Retentionsbecken eingeplant werden.

Das neue Baugebiet liegt am östlichen Ortsrand von Gernach zwischen der Straße "Am Graben" und dem Seeweg. Für den geringen Bestand an Zauneidechsen sind Ausgleichsflächen vorzusehen. Die ersten Überlegungen sehen vor, dass die Straßenführung so gestaltet wird, dass die Bauplätze westlich und östlich von der Straße durch das neue Baugebiet angeordnet werden. Reinhard Heck gab zu bedenken, dass bei der Bemessung der Dimensionen der Kanalisation das benachbarte Bauerwartungsland mit im Blick sein sollte. Es wäre für die weitere Planung hilfreich, wenn Bürger, die überlegen, in Gernach zu bauen, den entsprechenden Vordruck bei der Gemeinde abgeben würden, damit man längerfristig planen kann - auch dann, wenn sie nicht ganz zeitnah bauen wollen, so die Anregung von Martin Mack.

Anregungen aus Bürgerversammlung umgesetzt

Dominik Dorsch berichtete, dass einige Anregungen aus der Bürgerversammlung schon aufgegriffen wurden. Die Anregung, dass der Briefkasten in Kolitzheim in die Nähe der Raiffeisenkasse versetzt werden sollte, fand positives Echo. Ebenfalls schon umgesetzt wurde die Anregung, auf dem Wirtschaftsweg von Gernach nach Lindach ein Tempo-30-Schild auch auf Gernacher Seite aufzustellen: Die verkehrsrechtliche Anordnung wurde getroffen. Einstimmig bewilligt wurde auch der Antrag auf Veränderung der Geschäftsordnung des Gemeinderats: Künftig ist für die Löschung von Rückauflassungsvormerkungen kein Gemeinderatsbeschluss mehr notwendig, sondern der Bürgermeister kann diese selbständig bewilligen. Im Klartext: Wenn der Bauplatz mit Wohnhaus bebaut ist, wird das Rückkaufsrecht der Gemeinde gegenstandslos, insofern ist diese Löschung nur eine Formsache.

Knapp 2000 Euro müssten aufgewandt werden, wenn man den Kanal im Baugebiet Herlheim, Kolitzheimer Weg 2, Bauabschnitt 2 um einen Meter höher legen würde, als bisher geplant. Das ergaben die Berechnungen des beauftragten Ingenieurbüros. Es wurde allgemein bezweifelt, ob diese Berechnung stimmen könne, weshalb man sie überprüfen lassen will. Wenn sich herausstellt, dass die Einsparungen doch erheblich höher liegen - es war die Rede von 25 000 Euro - , werde man noch einmal neu beschließen. Die größere Kanaltiefe erleichtert die Entwässerung der Kellergeschosse, dies ist auch zu bedenken, wenn man sich für die geringere Tiefe entscheidet.

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