Bedrückt nach dem Besuch in Buchenwald

15.06.2009

Mainpost 15.06.2009

GERNACH

Bedrückt nach dem Besuch in Buchenwald

Pfingstfreizeit von KOMM-IN in Weimar

 

Aus Gernach, Oberspiesheim, Grettstadt und Unterspiesheim kamen die zwölf Teilnehmer an der diesjährigen Pfingstfreizeit, die von KOMM-IN durchgeführt wurde. Sie waren zwischen 13 und 19 Jahren alt.

Unter Leitung von Elke Dressel, der Vorsitzenden von KOMM-IN, ging die Fahrt nach Weimar. Als Unterkunft war die Jugendherberge am Poseckschen Garten ausgesucht worden, ein toller Bau aus dem vorigen Jahrhundert, aber gut ausgestattet. Kaum angekommen, ging es auch schon los. In drei Gruppen waren die Aufgaben der Stadtrallye zu lösen: „Die beiden Herren vom Freizeit Flyer“ waren zu finden: Schiller und Goethe am Theaterplatz. Oder wer wüsste, wer Maria Pawlowa und was ihr Verdienst um Weimar war? (schützte sie das kleine Herzogtum vor französischer Vereinnahmung, da sie die jüngere Schwester des Zaren Alexander I. war).

„Schockiert und bedrückt“, so steht es im Tagebuch der Pfingstfreizeit, waren die Jugendlichen nach dem Besuch des Konzentrationslagers Buchenwald. Elke Dressel erklärte den Jugendlichen die Geschichte des KZ Buchenwald. „Desinfektionsgebäude" und Krematorium machten die Jugendlichen sehr betroffen.

Weiter standen der Besuch des Weimar-Hauses oder der Parkhöhle hinter dem Liszt-Haus auf dem Programm.

Den Abschluss der Fahrt bildete ein kurzer Abstecher in die thüringische Landeshauptstadt Erfurt. Vom Aussichtsturm der St. Aegidiuskirche in Erfurt, der ältesten Kirche der Stadt, hatte man einen wunderbaren Überblick über die ganze Stadt.

Klar, dass auch die traditionellen Urkunden verteilt wurden: Jeder Teilnehmer erhielt eine, mit einer - manchmal etwas geheimnisvollen Beschreibung dessen, was ihn in dieser Freizeit besonders ausgezeichnet hatte.
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