Bewegung in der Patroziniumsfeier

02.10.2015

Mainpost, 02.10.2015

 

GERNACH

Bewegung in der Patroziniumsfeier

Die Pfarreiengemeinschaft St. Raphael feierte bei wunderbarem Wetter auf der Terrasse des TSV Gernach ihr Patrozinium. Zur Pfarreiengemeinschaft gehören die Pfarreien Unterspiesheim, Oberspiesheim, Grettstadt und Gernach. Pfarrer Thomas Amrehn rief die Gläubigen auf, miteinander das Christsein neu zu entdecken.

Das Patrozinium war ein Fest der jungen Christen der Pfarreiengemeinschaft. Zwei Kommunionkinder zeigten der Gemeinde, wie man mit dem Lied „Der Himmel geht über allen auf“ in Bewegung kommen kann: Alle hoben die Hände und breiteten sie aus, wie die beiden Kommunionkinder es vorführten.

Mit einem Pfingstsymbol, der Feuerzunge, auf dem die Firmlinge ein Bild von sich befestigt hatten und auf dem sie ihre Hobbys notiert hatten, stellen sie sich der Gemeinde vor. Die Jugendlichen stellten sich mit Namen vor und mit dem, was sie gerne machen. Das reichte vom „Fußballspielen“ über „Trompete Spielen“, „Tanzen“, „Freunde treffen“ bis hin zu „Ministrieren“, ein Hobby, das natürlich den Pfarrer sehr freute.

Die Firmlinge trugen mit verteilten Rollen auch die Geschichte von Tobit und Tobias vor: Raphael ist der Begleiter von Tobias, der der Sohn von Tobit ist. Er begleitet ihn auf einer Reise, führt ihm die von Gott für ihn bestimmte Frau zu und sorgt dafür, dass der Vater von Tobias, Tobit wieder sehend wird. In seiner Predigt sah Pfarrer Amrehn Ähnlichkeiten zwischen der Situation der Eltern von Tobias und der heutigen Kirche: Der einzige Sohn macht sich auf den Weg, lässt die Eltern allein und hoffnungslos zurück, sodass sogar der Glaube an Gott verloren zu gehen drohte. Ähnliches erfahre man mit der Kirche. Sie werde totgeredet, sogar Gott werde totgeredet, die Menschen wenden sich von Gott ab. Man mache die Erfahrung, wie schwer es ist, junge Menschen für den Glauben zu gewinnen. Der Blick auf Tobias könne da hilfreich sein: Er habe das Glück seines Lebens gefunden, Sara, seine Frau.

Dabei habe er zunächst nicht gemerkt, dass er von Gott – in Gestalt des Boten Raphael – begleitet wurde. Dieser Begleitung habe er es zu verdanken, dass er zurück zu seinen Eltern gekehrt ist und dem blinden Vater Heilung gebracht hat, und den Eltern die Zuversicht für ihr Leben zurückgeben konnte. Die Eltern hätten ihm dann ihren Segen mit auf den Weg gegeben, einen Weg, der Sara und Tobias aus der Heimatstadt Ninive wegführte. So gelte es auch, den Firmlingen das lebens- und liebenswerte am Glauben weiterzugeben, ihnen Segen zuzusprechen, nicht Ermahnungen. „Auf Gott zu hören und die Menschen zu begleiten, das ist unsere Aufgabe als Christen, gerade an den totgesagten Orten des Glaubens Menschen zu begleiten, bei Aufbruch und Abschied.“

Die Firmlinge trugen dann die Fürbitten vor. Musikalisch begleitet wurde der Gesang der Gemeinde von der Musikkapelle Gernach unter Leitung von Alfred Glos. Sie Musiker spielten später auch im TSV-Sportheim zur Unterhaltung auf, denn alle waren nach dem Gottesdienst eingeladen, sich bei Weißwurst und Gezwickten noch zu unterhalten und es sich gut gehen zu lassen.

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