18.04.2007

Mainpost 18.4.2007

 

STAMMHEIM (VGS)

Biologische Waffe im Weinberg

Seit mehr als 20 Jahren bekämpfen die Stammheimer Winzer den Traubenwickler auf biologischer Basis. In der vergangenen Woche wurden die Pheromonampullen in den Stammheimer Weinbergen von den Winzern ausgebracht.

In jede zweite Weinbergszeile wird eine der Ampulle mit dem Wirkstoff RAK1 vor dem Falterflug aufgehängt. Die aus den Ampullen verströmende Pheromonwolke verhindert, dass sich Männchen und Weibchen des Einbindigen Traubenwicklers finden. Eine Begattung und die damit im Zusammenhang stehende Eiablage unterbleibt und damit auch die Entwicklung einer neuen Generation von Heu- und Sauerwürmer. So einfach und plausibel die Wirkung des biologischen Präparats auch ist, das Verfahren setzt einige sehr wesentlichen Bedingungen voraus.

Eine Grundbedingung für eine erfolgreiche Bekämpfung ist die lückenlose Teilnahme aller Winzer einer Weinbergslage an dem Projekt. Da die Kosten der biologischen Bekämpfung um einiges höher sind als bei der Bekämpfung mit Insektiziden, setzt dies auch einigen Idealismus bei den Winzern voraus. Der Vorteil liegt jedoch auf der Hand. Die Bekämpfung mit RAK schützt Bienen und andere Nützlinge und trägt damit zum Erhalt der Umwelt und deren Artenvielfalt bei.

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