Bürger beklagen Schwarze Löcher und fehlende Eisbahn

02.02.2015

Mainpost, 02.02.2015

 

OBERSPIESHEIM
Bürger beklagen Schwarze Löcher und fehlende Eisbahn

Oberspiesheimer hatten in der Bürgerversammlung viele Fragen an den Bürgermeister

Bevor in der Oberspiesheimer Bürgerversammlung die Einwohner zu Wort kamen, machte Bürgermeister Horst Herbert noch zwei das Dorf betreffende Anmerkungen.

Er dankte Gerlinde Keil, die nicht anwesend war, für ihre 22-jährige Tätigkeit als Ansprechpartnerin für die Volkshochschule und damit ihren Einsatz für das Dorf. In dieser Zeit habe sie unter anderem zahllose Frauenfrühstücke organisiert.

Die Gärtnerei Gernert habe beim Landratsamt Schweinfurt einen Antrag zum Bau eines Windrades gestellt, informierte das Gemeindeoberhaupt weiter. Es entstehe rund 1,1 Kilometer von Oberspiesheim entfernt an der Gemarkungsgrenze zu Herlheim. Den ganz genauen Standort konnte Herbert nicht benennen. Das Rad werde knapp 100 Meter hoch.

In Sachen der neuen Friedhofspflegegebühren hatte Edwin Then eine Frage. Er wollte wissen, ob in Zukunft die Nutzer eines Grabes oder der Bauhof für die Grabeinfassung zuständig seien. Im Oberspiesheimer Friedhof begrenzen die Platten der Wege auch die Gräber. Wenn diese absinken, sollten sie, wie bisher, durch die Bürger wieder fundiert werden, lautete die Antwort.

Nur einen Meter entfernt vom Grabstein seiner Angehörigen wurde vor einigen Jahren im Friedhof ein Baum gepflanzt, sagte Alexander Schömig. Er befürchtet nun, dass hier irgendwann die Wurzeln den Grabstein gefährden. Das Gemeindeoberhaupt versprach sich die Sache anzusehen.

Weiter bemängelte Alexander Schömig, dass der frühere Feuerlöschweiher in Oberspiesheim praktisch über Nacht zugeschüttet wurde. Früher konnten die Bürger hier Schlittschuh laufen. Andernorts würden für solche Zwecke sogar neue Gewässer angelegt, beteiligte sich auch Edmund Brand an dem Thema. Das Grundstück sei ausgeschrieben und verkauft worden, lautete Herberts Antwort. Der neue Eigentümer habe den Weiher dann verfüllt.

Gleich mehrere Anliegen hatte Aron Späth. So sei der Weg entlang der Siedlung und des künftigen Baugebietes in sehr schlechtem Zustand, und an der Ecke beim Anwesen Walter fehle der Gehsteig. Wenn das Baugebiet erschlossen werde, werde auch der Weg in Schotterbauweise erneuert. Der Gehsteig werde im Zuge der Kanalerneuerung befestigt, so die Antwort.

Weiter findet es Späth nicht gut, dass beim Ausmähen des Stemmgrabens das Gras einfach liegen blieb und den Graben später verstopft. Ihm gefallen auch die uneinheitlichen Dorflampen und deren Licht nicht. Von Schwarzen Löchern in der Siedlung sprach auch Heinz Heck. Das Licht der Lampen reiche dort nicht aus. Die Lampen könne man nicht einfach austauschen, sagte der Bürgermeister. Die mangelnde Ausleuchtung schiebt er auf die Energiesparlampen, die vor einigen Jahren eingesetzt wurden.

Die Ausfahrt der Richard-Strauß-Straße in die Spiesheimer Straße sei sehr unübersichtlich. Deswegen fragte Johann Duciak, ob es nicht möglich wäre, einen Verkehrsspiegel aufzustellen. Landkreis und Polizei seien gegen Spiegel, so Herbert.

Autofahrer rasten durch die Schubertstraße, kritisierte Gabriel Schäfer. Er schlug verkehrsberuhigende Maßnahmen vor, wie Buckel auf der Straße. Dies dürfe auf öffentlichen Straßen nicht sein, so das Gemeindeoberhaupt. Man könnte aber die Tempo-Messtafel aufstellen.

Bei Starkregen gebe es mit dem Kanal in der Gärtnerstraße Probleme, machte Harald Blaskin aufmerksam. Darum würden sich die Klärwärter kümmern, versprach Herbert. Die nächsten beiden Raten der Verbesserungsbeiträge für die Abwasserbeseitigung sind am 15. April und 15. Oktober fällig, beantwortete Herbert die Frage von Edwin Then.

Er wisse es nicht auswendig, werde aber nachschauen, wann die Ackerflächen neu verpachtet werden, antwortete der Bürgermeister auf die Frage von Hugo Engert. Künftig werde dies immer für zehn Jahre sein.

Der Bau der neuen Brücke über die B286 bei Oberspiesheim solle 2017 im Rahmen des Straßenausbaus erfolgen, antwortete er Martin Kiesel.

Nach weiteren Fragen, Antworten und einiger Kritik dankte Franz Eisenhut-Fuchsberger im Namen der Kirchengemeinde für die Unterstützung bei der Außenrenovierung der Kirche durch die Gemeinde. Auch für die Sanierung im Inneren hoffe er auf die Kommune. Die Kirche müsste wohl Ende April ausgeräumt werden. Er bat die Oberspiesheimer, Lagerräume für die Kirchenbänke zur Verfügung zu stellen.

Brigitte Pfister

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