Bürgerforum präsentierte Fragenkatalog

17.02.2015

Mainpost den 17.02.2015

LINDACH
Bürgerforum präsentierte Fragenkatalog

Bürgerversammlung

Einen großen Andrang konnte Bürgermeister Horst Herbert bei der Bürgerversammlung in Lindach registrieren.

In der Diskussionsrunde ging der Bürgermeister zuerst auf das Protokoll eines Bürgerforums des Eigenheimervereins Lindach ein.

Kritik wurde zur Planung des Dorfangerplatzes geäußert, weil das bestehende Geländeprofil erhalten bleiben wird. Es wird lediglich eine Asphaltdecke aufgetragen. Die Begründung für diese Bauausführung rechtfertigte Herbert damit, dass an einem Anhörungstermin die Mehrheit der anwesenden Bürger es so gewollt habe. Allerdings seien nur wenige Bürger anwesend gewesen und Alternativen seien nicht intensiv beraten worden, äußerten einige. Eine weitere Forderung war die Installation eines Starkstromanschlusses, der beim Weinfest gebraucht würde. Herbert verwies darauf, dass ein solcher im danebenliegenden Rathaus vorhanden sei und dass der Einbau eines solchen eine zu kostspielige Maßnahme sei.

Ein weiterer Punkt in dem besagten Protokoll sprach den Neubau der Kläranlage an. Die Bürger bezweifelten, ob da die Gemeinde die kostengünstigste Variante gewählt habe. Herbert erklärte noch einmal die Alternativen bezüglich des Baus und stellte klar, dass man sich ernsthaft auch mit alternativen Lösungen befasst habe und dass der sich gegenwärtig in der Ausführung befindliche Bau die langfristig kostengünstigste gewesen sei.

Ein weiterer Punkt war die Forderung, dass die Gemeinde beim Unterhalt ihrer Dorfstraßen nach einem Straßeninstandhaltungsplan vorgehen solle, so käme in einem bestimmten Turnus jede bedürftige Straße einmal früher oder später mit der Sanierung dran. Jetzt würde einfach nur Flüssigasphalt in die vorhandenen Risse gegossen, was als uneffizient angesehen wird. Herbert gab zur Antwort, dass es sich hier um so genannte Altstraßen handle, wo man nicht genau wisse, welchen Unterbau sie aufwiesen. Da könne man nicht so einfach die bestehende Asphaltdecke abfräsen und eine neue aufziehen. Außerdem würde ein aufwändigerer Neuaufbau auch erhebliche Mehrkosten für die Anlieger mit sich bringen.

Im Protokoll wurde auch die Forderung nach einem Radweg nach Kolitzheim erhoben. Herbert erklärte, dass noch in diesem Jahr der Feldweg nach Gernach asphaltiert werde und der könne auch als Radweg dienen. Zum wichtigen Thema des Protokolls „Schnelleres Internet für Lindach“ sagte der Chef der Gemeinde, dass man am Ball sei. Im Moment stünde man auf der Stufe des Markterkundungsverfahrens. Das bedeute, sobald man einen Anbieter gefunden habe, der die entsprechenden Glasfaserleitungen in die demnächst zu verlegenden Rohre einziehe, werde die Umsetzung erfolgen. Auch das leidige Thema „Reisigplatz in Lindach“ stand wiederum auf der Tagesordnung. Zumindest ergab sich aber in der Zwischenzeit eine verbesserte Teillösung in der Form, dass der Reisigholzplatz in Unterspiesheim jetzt auch noch an den Samstagen im Februar geöffnet hat, allerdings sind die Tagesöffnungszeiten von 9 bis 12 Uhr auch noch unzureichend, wie ein Bürger anmerkte. Herbert machte aber darauf aufmerksam, dass man sein Reisigholz nicht mehr verbrennen müsse, denn es hat sich ein Privatmann innerhalb der Gemeinde gefunden, der das Material abholen würde, um es als Hackschnitzel in seiner Anlage zu verbrennen.

Einen größeren zeitlichen Rahmen nahm das Thema „Schaffung von neuen Bauplätzen in Lindach“ ein. Herbert versicherte, dass man nach wie vor an dieser Problematik für Lindach arbeite, aber alle Bemühungen unlängst scheiterten, weil die Grundstücksbesitzer nicht gewillt seien, ihre Flächen zur Verfügung zu stellen, obwohl man einen Preis von 15 Euro pro Quadratmeter biete.

Herbert will den Vorschlag von Wendelin Wiederer prüfen, die bisher favorisierten Baugebiete fallen zu lassen und sich stattdessen einem anderen völlig neuem Baugebiet zuzuwenden.

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