Buntes Programm beim Faschings-Dorfabend

19.02.2019

Mainpost 19.02.2019

 

Gernach

Buntes Programm beim Faschings-Dorfabend

„Rammi dammi live in Ganni" unter diesem Motto stehen die Gernacher Faschings-Dorfabende - nun schon seit 20 Jahren. Und jeder Dorfabend bekommt ein neues Motto. Das Motto dieses Jahr: "Hexen, Geister, Spukgestalten".

Ein buntes Programm erwartete die Gäste im bunt geschmückten, voll besetzten Saal im TSV-Sportheim. Einen furiosen Start gab es mit dem Gardetanz. Zwei Penner kamen dann zu Besuch zu der närrischen Gesellschaft. Sie ließen es sich gut gehen, denn sie waren überzeugt: " schließlich haben wir Gesetze, und da wir diese nie verletze, kann niemand uns das Recht verwehr`, dass uns der Vater Staat ernährt."

Das Gedicht vom Zauberlehrling stellten die Kinder und Jugendlichen von KOMM-IN vor: der Hexenmeister ist aus dem Haus, jedoch das Ganze läuft aus dem Ruder, nur der Meister kann dem Spuk ein Ende bereiten.

Informatives aus dem Dorfgeschehen

Manches aus dem Dorfgeschehen wusste der "Lubber aus der Ringstraße" zu berichten. Um auch alles zu erfahren, hatte er "inoffizielle Mitarbeiter, verpflichtet – mit Decknamen. Einer fand heraus, dass D.D. zweistimmig singen könne, sogar gleichzeitig: "laut und falsch." Ob sie eine Amsel oder eine Drossel in die Kanalisation in Gernach eingebaut hätten, war seine Frage. "Is ja wurscht. Auf jeden Fall so einen Singvogel. Wahrscheinlich fängt der an zu zwitschern, wenn's Wasser steigt. Dann wissen die Leut': macht euer Kellerfenster zu, es wird gleich feucht."

Der darauf folgende Solotanz, der den Kampf zwischen Gut und Böse tänzerisch gestaltete, wurde mit Beifall und Forderungen nach Zugaben belohnt. Der Sketch "ohne Worte" überraschte durch mancherlei unerwartete Wendungen: der Saal war mucksmäuschenstill, weil alle gespannt waren, wie sich das "Gespräch ohne Worte" entwickelt.

Die Vorführung: "Wenn ich nicht auf der Bühne wär'" war eine Meisterleistung der Abstimmung in den Bewegungsabläufen: verschiedene Berufe führten typische Bewegungen ihres Handwerks aus, aber sie kamen sich dabei nicht in die Quere, obwohl sie dicht nebeneinander standen. Bei der Modenschau "Rock im Dom" standen Modelle wie "Lamm" , "Franziskus", "Gotteslob", "Maria breit den Mantel aus", "Aurora" oder der "Glockenrock" - zur Auswahl. Das Modell "Glockenrock"war besonders aktuell, weil die Gernacher Kirche neue Glocken braucht.

In Gernach sind die Blutsauger unterwegs

Ein weiterer Höhepunkt: "Tanz der Vampire. Da die Gernacher bei den Blutsaugern - im Gegensatz zu den Spiesheimern, die "ausgemergelt und bleich" den Vampiren nicht so schmecken, als frisch und knackig begehrt sind, verkauft die Marktfrau Knoblauch im Publikum - zum Schutz vor dem Biss der Gäste aus Transsylvanien.

Professor Abronsius ist mit seinem Assistenten Meinrad auf der Suche nach dem Vampirfürsten, Graf von Zäulock. Meinrad verliebt sich sofort in die bildhübsche Tochter Sarah des Wirtes Chagal, in dessen Wirtshaus Meinrad den im kalten Transylvanien steifgefrorenen Professor gebracht hatte. Sarah verfällt jedoch den raffinierten Verführungskünsten des Vampirfürsten Graf von Zäulock. Scheinbar aus den Fängen der Vampire befreit, und zu Meinrad zurückgekehrt, entpuppt Sarah sich als Vampirfrau, und macht durch ihren Biss auch Meinrad zum Vampir. Professor Meinrad, der noch "ganz knackig" aussieht, ist als Festbraten für ihr Hochzeitsmahl ausersehen – die Gernacher müssen weiter vorsichtig sein, Meinrad und Sarah sind unter ihnen.

Grässliche gestalten entführen die Zuschauer

"Tanz der Vampire" war auch das Thema eines Tanzes, den der Frauenbund zeigte: grässliche Gestalten entführten die Zuschauer in eine andere Welt – die Zuschauer reagierten mit begeistertem Beifall. Die Schreibmaschine, an der das "f" nicht mehr funktionierte, brachte ein älterer Herr in eine Computerwerkstatt. Die Fragen des jungen Computerexperten: "ist da Word drauf?", und seine Feststellung, dass man "ohne Akku die Maschine nicht hochfahren kann", lässt den alten Kunden nur ratlos und verzweifelt gen Himmel blicken: "Hochfahren? Es ist doch meine Schreibmaschine, nur das "f" hängt!"

Als Nachwuchsorchester mit niedriger Einstiegsschwelle, aber gutem Taktgefühl präsentierte sich das Frauenbund-Luftpumpenorchester, gebändigt und mitgerissen von zwei temperamentvollen Dirigenten. Das Orchester gibt zu den schönsten für die Bereicherung der Musikwelt in Gernach Anlass.

Krönender Abschluss des Abends war das Männerballett "Ballet Hombres", das mit großem Beifall und einer Rakete bedacht wurde. Für ihr Kostüm wurden Elke Rückert aus Kolitzheim und Matthias Schmitt aus Gernach mit einem Präsent ausgezeichnet.

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