Dach der Gernacher Kirche muss saniert werden

28.10.2019

Mainpost 28.10.2019

Kolitzheim
Dach der Gernacher Kirche muss saniert werden
An der Pfarrkirche in Gernach läuft im Moment die Außensanierung. Nun, so Bürgermeister Horst Herbert in der Gemeinderatssitzung, hat der Planer festgestellt, dass auch die Dächer Schäden aufweisen und Feuchtigkeit eindringt. Davon ist die Eindeckung mit Schiefer und Biberschwänzen von Kirchturm und Langhaus, wie auch der Dachstuhl betroffen.
Der Vorschlag des Planers lautet nun, zuerst das Dach zu sanieren. Er berechnet die Kosten hierfür mit zirka 200 000 Euro.
Auch er, so Pfarrer Thomas Amrehn, wurde von der Entdeckung der maroden Dächer überrascht. Vor allem der Turm benötige dringend die Sanierung. Er müsse nun "in den sauren Apfel beißen" und in Würzburg um einen Zuschuss für diese Maßnahme bitten. Die Kirchenstiftung alleine könne diese Summe nicht tragen. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, wie für kirchliche Projekte üblich, für das nächste Jahr ein Drittel der Kosten, zirka 67 000 Euro, für die Renovierung in Aussicht zu stellen.

Probebohrungen
Weiter beschloss der Gemeinderat im neuen Baugebiet von Kolitzheim die südliche Fläche, hin zur bestehenden Bebauung, als ersten Abschnitt zu erschließen. Für dieses Baugebiet soll auch in Zusammenarbeit mit der Überlandzentrale Mainfranken durch Probebohrungen geprüft werden, ob eine Kaltwärmeversorgung möglich ist.

Der Feststellung des Jahresabschlusses 2018 für die Wasserversorgung und die Fotovoltaikanlagen stimmten die Räte einstimmig zu. Den kaufmännischen Abschluss erstellte ein Mitarbeiter des Bayerischen kommunalen Prüfungsverbandes, informierte Kämmerer Werner Knoblach. Wasser und Fotovoltaik werden miteinander verrechnet. Die Bilanz in Aktiva und Passiva betrug 1,84 Millionen Euro und der Jahresverlust 46 140 Euro. Somit fällt keine Steuer an.

Ampel lohnt sich nicht
Eine Fußgängerzählung im Bereich der Bushaltestelle in Kolitzheim hat ergeben, dass sich hier eine Ampelregelung nicht lohnt, so eine Information des Gemeindeoberhauptes.

Eine weitere Mitteilung betraf die Informationsveranstaltung zur Bauplatzvergabe für Unterspiesheim und Herlheim. Es gibt ein Losverfahren für die Bauplätze. Im Gespräch war auch, dass 70 Prozent der Bauplätze an Bürger der Gemeinde Kolitzheim gehen sollen. Ob dies rechtlich möglich ist, muss allerdings zuerst geklärt werden.  

Zur Ganztagsschule

Auch auf einen Informationsabend mit den Eltern zur offenen Ganztagsschule in Zeilitzheim ging Bürgermeister Herbert ein. Hier gab es einige Unsicherheiten und damit Klärungsbedarf, da die Eltern ungenügend informiert waren. Unter Federführung der Schule werden hier 40 Kinder bis 14 Uhr oder 16 Uhr betreut. So wurden Fragen zum Mittagessen und zu den Kosten hierfür geklärt. Auch für die Hauaufgabenbetreuung muss bei den beengten Verhältnissen eine bessere Lösung gefunden werden. Die Optimierung läuft, so Herbert.

Bis Ende Oktober soll das Standortgutachten für die neue Grundschule erstellt sein, beantwortete das Gemeindeoberhaupt eine Frage von Reinhold Holzheid. In den meisten Fällen ist eine bargeldlose Bezahlung im Bürgerbüro möglich, beantwortete Kämmerer Werner Knoblach eine weitere Frage.

Neue Funkmasten

Eine weitere Information des Gemeindeoberhauptes betraf das Mobilfunknetz. Für einen besseren Empfang wird aktuell in Kolitzheim ein neuer Funkmast gebaut und für Zeilitzheim und Herlheim ist jeweils einer in Aussicht gestellt.

Zu Beginn der Sitzung bejahten die Räte einstimmig zwei Bauanträge. Am Herleshöfer Weg im Herlheimer Neubaugebiet soll ein Wohnhaus mit Garage neu errichtet werden. Was Dach, Bauweise und Wandhöhe betrifft, mussten mehrere Befreiungen vom Bebauungsplan genehmigt werden.

 

Zu den News