Damit die Straßen nicht kollabieren

07.11.2008

Mainpost, 07.11.2008

 

REGION GEROLZHOFEN

Damit die Straßen nicht kollabieren

 Projekte des Freistaats im südlichen Landkreis – Derzeit Arbeiten bei Kolitzheim

Angelaufen sind in dieser Woche die Arbeiten für die so genannte Oberbauverstärkung im Zuge der Staatsstraße St 2271 zwischen der Landkreisgrenze am Gaibacher Berg und Kolitzheim. „Damit die Straße nicht unter dem Verkehr zusammenbricht“ – mit diesen Worten unterstreicht Baudirektor Erich Wagensonner vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt die Dringlichkeit der Maßnahme.

Zug um Zug soll anschließend die Fahrbahn, die sich stellenweise in einem sehr schlechten Zustand befindet, im weiteren Verlauf bis zur B 286 bei Unterspiesheim verbessert und so wieder in einen belastbaren und verkehrssicheren Zustand versetzt werden.

Insgesamt rollen täglich rund 5000 Fahrzeuge über die Straße zwischen Gaibach und Unterspiesheim. Dieser Abschnitt gilt laut Verkehrsstatistik der Polizei seit geraumer Zeit als so genannter Unfallschwerpunkt.

Im Interesse eines zügigen Baufortschritts muss der Bereich zwischen der Landkreisgrenze bei Gaibach und Kolitzheim zwecks Einbau und Aufbringung der bituminösen Trag- und Deckschicht bis einschließlich Mittwoch, 12. November, voll gesperrt werden. Der Verkehr wird in dieser Zeit in beiden Richtungen über Zeilitzheim umgeleitet.

Vorerst 300 000 Euro eingeplant

Nachdem das Staatliche Bauamt Würzburg die Straße bereits von Gaibach bis zur Landkreisgrenze, die identisch mit der Bauamtsgrenze ist, erneuert hat, bauen jetzt die Kollegen in Schweinfurt quasi weiter. 300 000 Euro sind für diesen 1. Bauabschnitt an Ausgaben eingeplant. In gleicher Bauweise geht es dann im Frühjahr auf rund einem Kilometer von Kolitzheim in Richtung Unterspiesheim weiter. Hierfür sind nochmals Kosten von 300 000 Euro veranschlagt.

Noch offen ist, wann das Reststück zwischen der Gemarkungsgrenze Kolitzheim-Unterspiesheim und Unterspiesheim folgen kann. Hier muss teilweise die Höhenlage der Trasse verändert werden, was den Erwerb von Grund und Boden erforderlich macht. Erst wenn die laufenden Verhandlungen abgeschlossen sind, kann dieser dritte Bauabschnitt ausgeschrieben und vergeben werden, so dass am Ende auf der gesamten Strecke von Gaibach bis Unterspiesheim der Oberbau verstärkt ist.

Umgehung noch in weiter Ferne

Die jetzige Maßnahme lässt allerdings darauf schließen, dass die Ortsumfahrung von Volkach, Gaibach und Kolitzheim nicht so schnell kommen wird. Im Moment ist auch überhaupt nicht absehbar, wann die großräumige Umgehung finanziert und damit verwirklicht werden kann. Das Projekt war aufgrund des öffentlichen Drucks erst bei der so genannten Baukonferenz des Bayerischen Innenministeriums in diesem Frühjahr in Würzburg in die Planung aufgenommen worden.

Wesentlich weiter gediehen ist der Bau eines Einfädelstreifens in die Bundesstraße 286 an den Auffahrten bei Unterspiesheim in Richtung Schweinfurt beziehungsweise Gerolzhofen. Dadurch soll ein weiterer Unfallschwerpunkt entschärft werden. Immer wieder kommt es hier zu Auffahrunfällen, wenn Autofahrer an der Einmündung der Strecke aus Richtung Kolitzheim-Volkach vor allem in Richtung Schweinfurt anhalten müssen und nachfolgende Fahrer das zu spät erkennen. Die Arbeiten sind bereits vergeben. Sie können allerdings nach Aussage von Erich Wagensonner erst bei entsprechend trockener Witterung im kommenden Jahr losgehen, da auch der feuchte Grabenbereich betroffen ist.

Ausbau auf bestehender Trasse

Was die Strecke Gerolzhofen-Haßfurt zwischen Mönchstockheim und Donnersdorf anbelangt, so sei dieser Abschnitt im Moment in Planung. Diese viel befahrene Strecke, an der auch die berüchtigte Kleinrheinfelder Kreuzung liegt, fällt ebenfalls unter diejenigen im Landkreis, auf denen sich die Unfälle jährlich häufen. Favorisiert wird hier ein Ausbau auf der bestehenden Trasse, also keine Verlegung.

Zum Vergleich: Mit einem Aufkommen von 3000 bis 4000 Fahrzeugen pro Tag zählt der Straßenabschnitt zwischen Mönchstockheim und Donnersdorf neben dem zwischen der Schnellstraße bei Unterspiesheim und Gaibach zu den Staatsstraßen-Strecken im südlichen Landkreis mit der größten Verkehrsbelastung. Allerdings bedarf es auch hier erst noch der Bereitstellung der erforderlichen Mittel, sobald deren Höhe ermittelt ist.

Vergeben ist seitens des Staatlichen Bauamtes derweil die Planung des Ausbau der Staatsstraße in Gerolzhofen zwischen der Schallfelder und der Frankenwinheimer Straße (Hermann-Löns-Straße und Kolpingstraße) als eine der Hauptverkehrsachsen in der Stadt.

Beginn im Frühjahr

Im Vorfeld hat die Stadt hier Wasserleitung, Kanal und andere Versorgungsleitungen erneuern lassen. Bei der Mittelverteilung durch das Bayerische Innenministerium in München als der Obersten Baubehörde im Freistaat werde sich im Frühjahr 2009 entscheiden, wann hier losgelegt werden kann, so Erich Wagensonner.

 

 

Zu den News