Das Wasser kommt teurer

27.11.2015

Mainpost, 27.11.2015

 

KOLITZHEIM

Das Wasser kommt teurer

Mit der Gebührenkalkulation für Wasser und Entwässerung beschäftigte sich der Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung. Wie Bürgermeister Horst Herbert und Kämmerer Werner Knoblach erläuterten, laufe der aktuelle vierjährige Gebührenzeitraum bei der Wasserversorgung zum Jahresende aus. Er schließt voraussichtlich mit einer Gesamtunterdeckung von 34 500 Euro ab, so der Kämmerer.

Dieses Defizit wird in den folgenden Gebührenzeitraum 2016 bis 2019 übertragen und wirkt sich gebührenerhöhend aus. Die laufenden Kosten bei der Wasserversorgungseinrichtung sind wegen höherem Reparaturenanfall und damit verbundenem gemeindlichen Personaleinsatz erheblich gestiegen. Dies ist auf die älteren Versorgungsanlagen und dem Nachholbedarf beim Unterhalt zurückzuführen.

Um die nötige Kostendeckung zu erreichen, ist bei der Vorkalkulation eine Gebührenerhöhung von derzeit 1,25 Euro (netto) auf 1,60 Euro (netto) erforderlich. Einstimmig befürworteten die Gremiumsmitglieder diese Kalkulation, die auch dem Gemeinderat empfohlen wird.

Auch bei der Entwässerungseinrichtung läuft der aktuelle vierjährige Gebührenkalkulationszeitraum aus. Er schließt wohl mit einer Überdeckung von 146 000 Euro. Dieser Überschuss wird in den Gebührenkalkulationszeitraum 2016 bis 2019 übertragen und sich dort gebührensenkend auswirken.

Grund für den erwirtschafteten Überschuss ist der sich um Jahre verzögerte Kläranlagenbau. In diesem Zusammenhang verschoben sich auch die kalkulatorischen Kosten für Zuleitungen und Pumpwerke.

Weiter ist zum oben genannten Überschuss eine Rückerstattung der Abwasserabgabe der letzten drei Jahre für die Altkläranlagen zu erwarten, sobald die neue Kläranlage in Betrieb geht. Hiermit und mit den Geldern aus der Überdeckung können die steigenden laufenden Betriebskosten und die zusätzlichen Rückbaukosten der Altkläranlagen mit den letzten Schlammentsorgungen voraussichtlich insgesamt gedeckt werden.

Die Höhe der Abwassergebühren werde für die Bürger unverändert bleiben, so Herbert und Knoblach.

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