Das Wunder von Stami

09.02.2015

Mainpost, 09.02.2015

 

STAMMHEIM
Das Wunder von Stami

Bei der Faschingssitzung des Frauenbunds wurden die Narren in ein Märchenland entführt

In ein Wunderland entführten die Moderatorinnen Sandra Weißenseel als Elfe und Elisabeth Weißenseel als Zauberin die Gäste bei der Faschingssitzung des Frauenbunds. Die bunten „Cake Pops“ – essbare Kuchenkugeln auf Stäbchen – und übergroße Bonbons auf den Tischen sowie die geschmackvolle Wunderlanddekoration schufen ein passendes Ambiente.

Zum närrischen Auftakt berichtet Manuel Rettner vom nicht immer leichten Rentnerdasein unter dem Motto „Rentner werden ist nicht schwer – Rentner sein dagegen sehr“.

Der flotte Gardetanz der Stamier Lollipops wurde mit lautstarkem Trommeln begleitet.

Die beliebtesten Kinderserien präsentierten die jüngsten Stammheimer Narren. Die blauen Schlümpfe, der rosarote Panther, Wicki der schlaue Winkingerjunge, Meister Eder und sein Pumuckel sowie Tom und Jerry entführten die Narren in die lustige Kinderwelt.

Gruselige Stimmung verbreiteten die Zombischwestern zur Geisterstunde mit ihren blutverschmierten Gesichtern und Hemdchen. Die gekonnte Choreographie bei den flotten Rhythmen hinterließ einen schaurigen Eindruck im Saal.

Beim Auftritt der „Drei Glorreichen Sechs“ tobte der Saal, als an den kurzen Körpern in Miniaturdarstellung die Arme und Füße von den drei unsichtbaren Darstellern bewegt wurden. Mit fetzigen Songs aus allen Musikrichtungen imitierten „Die drei glorreichen Sechs“ mit skurrilen Grimassen und unglaublichen Bewegungsabläufen die Musikstars.

In Rückblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr legten die Gardemädchen im Nationaldress das „Wunder von Stami“ aufs Parkett. Nur Probleme gab es beim Rapport der Schülerlotsin bei der Schuldirektorin. Das rigorose Auftreten der Lotsin mit einem Baseballschläger konnte die Direktorin natürlich nicht akzeptieren.

Einkaufsparadies statt Dorfladen

Nachdem der Dorfladen zum Jahresende geschlossen wurde, machten sich einige Handwerker ans Werk, um das „Stamier Einkaufsparadies – Die Goldene Mitte“ einzurichten. Die fleißigen Handwerker ließen bei ihrer Brotzeitpause das Ortsgeschehen Revue passieren. Die Damen des Frauenbundes fühlten sich in der Rolle der Handwerker sichtlich wohl, und so durften eine deftige Brotzeit und reichlich Bier nicht fehlen.

Dass Stammheim eine Schiffsanlegestelle für Terroristen erhalten soll, war dann wohl eher einem Versprecher eines tüchtigen Handwerkers geschuldet. Richtig musste es natürlich Touristen heißen.

Nach fünf Jahren intensiver Probenarbeit und drei vergeblichen Bewerbungen haben es die Zauberer Siegfriede und Rosine in diesem Jahr endlich geschafft und durften beim Frauenbundfasching auftreten. In ihrer Zaubershow entlockten sie dem ein oder anderen Zuschauer in Saal merkwürdige Gegenstände, von den die Betroffenen gar nicht wussten, dass sie sie mitgebracht hatten. Das Duo eiferte seinen großen Vorbildern Siegfried und Roy nach und zauberte sogar einen Minitiger aus Handtuchknoten auf die Bühne.

Improvisationstalent mussten die Mitwirkenden bei einem Theaterstück beweisen, nachdem sie bei einer Tombola eine Backstageführung gewonnen hatten. Kurzerhand wurden alle Schauspielrollen vom Theatervorhang, über den Wind, die Bäume, den Mond, den Hund, den Wilderer und den Jäger von den Gästen besetzt. Alle Gäste und die Beteiligten hatten großen Spaß unter der Regie von Sandra und Elisabeth Weißenseel.

In das „Verrückte Wunderland“ entführten verwunschene, weibliche Fabelwesen und Tüllröckchen tragende Jünglinge die närrischen Besucher. Die ausdrucksstarke Tanzdarbietung mit farbenfrohen Kostümen und fantastischen Lichteffekten war ein weiterer Höhepunkt des Abends.

Den Abschluss bildeten die „reifen Früchtchen“. Das Männerballett hatte – passend zum Obstbaudorf Stammheim – Zwetschgen und Pflaumen zum Thema.

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