Den "Frieden in Vielfalt" leben

20.11.2018

Mainpost 20.11.2019

Gernach
Den "Frieden in Vielfalt" leben 

Zum Gedenken an die Toten der beiden Weltkriege und der Opfer von Terror und Gewalt versammelten sich Bürger aus Gernach am Kriegerdenkmal vor der Sankt-Aegidius-Kirche. Die beiden örtlichen Gemeinderäte Dieter Dietz und Reinhard Heck gestalteten die Feier, die umrahmt wurde von der Musikkapelle Gernach unter Leitung von Alfred Glos.

In seiner Ansprache erinnerte Dietz an das Ende des Ersten Weltkrieges vor genau 100 Jahren: 17 Millionen Frauen, Männer und Kinder verloren in diesem Krieg ihr Leben, darunter auch 16 junge Männer aus Gernach. Der Zweite Weltkrieg, der nur 21 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs begann, kostete 55 Millionen Menschen in Europa ihr Leben. In Gernach waren 33 Gefallene oder Vermisste zu beklagen.

Dietz beklagte, dass auch manche Staatsmänner, die zum Beispiel die Gewalt gegen Flüchtlinge verharmlosen, den Weltfrieden gefährden. Er erinnerte an das Motto des diesjährigen "Friedenslichtes aus Bethlehem": Frieden braucht Vielfalt. Damit seien die Menschen aufgefordert, "miteinander in kultureller Vielfalt friedlich zu leben".

"Auch wir leben hier in unserem Dorf mit Menschen aus anderen Ländern, Kulturen und Religionen zusammen. Wir stehen als Christen in der Verpflichtung, uns für ein friedliches Miteinander einzusetzen: Machen, nicht nur darüber reden," forderte Dietz.

Die beiden Gemeinderäte legten dann gemeinsam ein Gebinde am Kriegerdenkmal der Gefallenen des Ersten Weltkrieges nieder. Anschließend erinnerte Dietz an die Opfer von Krieg und Gewalt, an alle, die im Widerstand gegen Gewaltherrschaft oder wegen ihrer Rasse, Behinderung oder Religion ihr Leben verloren, an die Opfer von Terror und Verfolgung, an die Bundeswehrsoldaten, die in ihren Einsätzen für den Frieden ihr Leben lassen mussten.

Gemeinsam sprach man ein Vater unser im Gedenken an die Toten. Mit dem von der Blaskapelle Gernach gespielten Lied "Ich hatt' einen Kameraden" endete die Feier am Kriegerdenkmal. Pfarrer Thomas Amrehn war beim Totengedenken ebenfalls anwesend. Er feierte im Anschluss an diese Feier die Sonntagsmesse.

 

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