"Den spirituellen Fußabdruck überprüfen"

02.09.2019

Mainpost 02.09.2019

Gernach

"Den spirituellen Fußabdruck überprüfen"

Viele Unter- und Oberspiesheimer waren nach Gernach gekommen, um das Fest des Heiligen Aegidius, des Kirchenpatrons des Gernacher Gotteshauses zusammen zu feiern. Erstmals waren zu diesem Fest – wie in Oberspiesheim eine Woche zuvor – alle drei Gemeinden erstmals ausdrücklich eingeladen, das Fest des Namenspatrons der Gernacher Kirche gemeinsam zu begehen.

Die gemeinsame Feier, so Pfarrer Thomas Amrehn, solle der Vertiefung der Gemeinschaft der drei Gemeinden dienen. In seiner Predigt nahm der Seelsorger Bezug auf den ökologischen Fußabdruck, den jeder von uns hinterlässt: Je nach Fleischkonsum, PKW-Fahrten, Energieverbrauch fällt dieser kleiner oder größer aus. "Aegidius hat sicher einen kleineren ökologischen Fußabdruck hinterlassen als wir alle" meinte er. Der Heilige habe sich als Einsiedler wohl meist von den Früchten des Waldes ernährt, und sein Gewand sei auch nicht so kostbar gewesen, wie es die Statue des Heiligen in der Gernacher Kirche zeige; er habe im Einklang mit der Natur und der Schöpfung gelebt.

Aegidius habe aber einen enorm großen "spirituellen Fußabdruck" hinterlassen, mit dem er uns auch heute noch Vorbild sein kann: angesichts der Schnelllebigkeit der Zeit sei er Vorbild, sich eine christliche Grundhaltung zu bewahren: "Aegidius hat die Stille geliebt, er hat sich an der Botschaft des Wortes Gottes orientiert, hat für die Bewahrung des Lebens gesorgt und hat das Leben im Glauben und in der Gemeinschaft hoch geachtet, hat die Schwächeren unterstützt. Sein Namenstag könnte Anlass sein, nicht nur unseren ökologischen, sondern auch spirituellen Fußabdruck zu überprüfen" forderte der Priester die Gläubigen auf.

 

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