Der Altbischof kehrte zurück

13.06.2006

Mainpost 13.6.2006

 

Der Altbischof kehrte zurück

 

Zeilitzheim "Ein 25. Jubiläum feiern kann jeder, wir feiern das 26." - So wurde im Pfarrbrief zum Festgottesdienst zum Patrozinium der katholischen Pfarrkirche St. Trinitatis am Dreifaltigkeitssonntag eingeladen. In der feierlich geschmückten Kirche konnte Pfarrer Andreas Engert neben dem langjährigen Pfarrer Norbert Schmöger auch Altbischof Paul-Werner Scheele zum Jubiläum begrüßen. Die Zeilitzheimer Kirche war 1980 das erste Gotteshaus, das Scheele als neu eingeführter Bischof von Würzburg weihte. Gemeinsam zelebrierten die drei Geistlichen die festliche Messe.

 

Sehr gerne erinnere er sich daran, dass er diese Kirche zusammen mit dem damaligen Pfarrer Otto Bussmann, der den Kirchenbau mit großer Liebe begleitet habe, einweihen durfte, schickte der Altbischof seiner Predigt voraus. Doppelt und dreifach könne man sich freuen und Gott danken, denn Gott sage "ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt", fuhr Scheele fort.

Gott sei bis zum Ende unseres Lebens in unserer Mitte, bei der Kommunion ganz besonders nahe, ebenso bei Taufe, Beichte, Eheschließung. Dies lasse uns in diesem Gotteshaus und dadurch, was in ihm geschieht, erfahren. Gott liebe alle und wisse, dass gerade die Schwachen und Versagenden seine Hilfe besonders brauchen, so der Altbischof weiter.

Der Geist, den der Herr mitteile, sei nicht der Geist der Sklaverei, sondern der der Freiheit. Alle Gebote seien Werke seiner Liebe, Tipps, wie wir unser Leben gestalten können, Hinweise für den rechten Weg.

"Gott sei dank ist Gott größer als unsere Kirchtürme", zitierte die evangelische Pfarrerin Claudia Jobst in ihrem Grußwort die Worte eines katholischen Priesters bei einer ökumenischen Trauung. Wichtig sei, dass man die Kirchen habe, in denen Leute zusammenkommen

Der Bau dieser Kirche mit Pfarrzentrum vor gut 25 Jahren sei ein bemerkenswertes und denkwürdiges Ereignis gewesen, so Bürgermeister Horst Herbert. Damit nahm das kirchliche und pfarrfamiliäre Leben eine neue Richtung. Auch für das weltliche Leben sei der Bau ein Gewinn gewesen.

Feierlich umrahmt wurde der Festgottesdienst durch die Katholische Kirchenband, die neben der Orgel die Gemeinde bei den Liedern begleitete. Auch der Kolpingchor trug mit zwei Zwischengesängen zur festlichen Gestaltung bei.

Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen hatten die Gemeindemitglieder die Möglichkeit zur Begegnung mit dem ehemaligen Bischof.

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