Der FC Lindach setzt weiter auf den Schuldenabbau

27.04.2017

Mainpost 26.04.2017

LINDACH

 

Von den 265 Mitgliedern hat rund ein Viertel an der Jahreshauptversammlung des FC Lindach teilgenommen. An Themen, die die Vorstandschaft um Vereinschef Heinz Rock auf die Tagesordnung setzte, mangelte es nicht.
Dabei sprach er die prekäre sportliche Situation des Vereins aufgrund der demografischen Entwicklung an. Außerdem würdigte er auch die Leistungen jener sieben Mitglieder, die zur Ehrung anstanden.

In seinem Rechenschaftsbericht wies der Vorsitzende jetzt schon auf das Fest zum 80-jährige Bestehen im kommenden Jahr hin, das seine Schatten bereits vorauswerfe und das man gebührend feiern werde.
Arbeitseinsätze an den Sport- und Bauanlagen mussten ebenso wie die größeren und kleineren Festivitäten bewältigt werden, wozu stets viele Helfer gebraucht wurden. Das sei nicht immer leicht. Rock appellierte zu mehr Zusammenhalt und Verantwortungsbereitschaft für den Verein und letztlich für die Dorfgemeinschaft.

Ins gleiche Horn stieß Fußballabteilungsleiter Holger Schmitt. Er stellte die sportliche Situation der Herrenfußballmannschaft dar und stellte fest, dass es aktuell wohl ernsthaft um den Abstieg aus der Kreisklasse gehen wird. Für die neue Fußballsaison könne man nur noch auf die stete Bereitschaft von sieben Spielern bauen. Das bedeute, dass man sich baldigst dringend Gedanken machen müsse, wie es mit dem Herrenfußball weitergehen solle. Da läge die Zusammenarbeit mit Nachbarvereinen wohl auf der Hand, zumal einige von diesen ja die gleichen Sorgen hätten.

Gut dagegen sähe es im Juniorenbereich aus, wie Jugendleiter Thorsten Wehner ausführte. Hier seien die Weichen schon viel früher mit der Gründung von so genannten Jugendfördergemeinschaften (JFG) richtig gestellt worden. Da sei man als Mitglied der JFG Kolitzheimer Gau gut bedient, was die Unterstützung durch die Spielereltern und den Spiel- und Trainingsbetrieb angehe. Vielleicht wäre das auch ein Modell im Herrenbereich.

Kassenwart Walter Weissenseel gab einen Überblick zu den Vereinsfinanzen. Er sprach von einer so genannten Schwarzen Null, die man erwirtschaften konnte, was einen leichten Gewinn bedeute. Allerdings konnte man die verschiedenen Darlehen, die einst zum Bau des Sportheimes aufgenommen werden mussten, deutlich verkleinern, was den Schuldenstand auf ein überschaubares Maß reduzieren konnte.

Weinfestleiter Kevin Dusel berichtete vom Straßenweinfest, das wieder ein voller Erfolg gewesen sei, zumal ein ansehnlicher Gewinn erzielt werden konnte, der maßgeblich zur Schuldentilgung beitrug. Vorstandschaft und Festleitung appellierten nachdrücklich an alle Lindacher vor allem an den beiden großen Festen, der Weinbergswanderung am Maifeiertag und dem Straßenweinfest Anfang August vermehrt tatkräftig mitzuhelfen, damit man hinsichtlich des Sportheimbaus baldigst schuldenfrei werden könne. Vielleicht wäre die Erstellung eines befestigten Allzweckplatzes gut, auf dem verschiedene sportliche Aktivitäten auszuüben wären.

Für 70-jährige Vereinszugehörigkeit ehrte die Vorstandschaft das Ehrenmitglied Leo Dotzel, Alfred Dotzel für 60 Jahre, den ehemaligen Spieler und Jugendleiter Herbert Endres und den ehemaligen Spieler und Trainer Helmut Wiederer für 50 Jahre und für 25 Jahre Marga Weissenseel und Matthias Kraus.

 

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