Der Feldtag fällt heuer aus

19.04.2016

Mainpost 19.04.2016

KOLITZHEIM

 

Der Feldtag fällt heuer aus

Wie aus heiterem Himmel traf am Freitag die Absage der Fendt/Saaten–Union-Feldtage in Wadenbrunn bei der Gemeinde Kolitzheim ein. Der Feldtag hatte in den letzten Jahren gigantische Ausmaße angenommen und 50 000 bis 60 000 Menschen aus dem In- und Ausland in die Region gebracht.

Die Veranstalter begründen die Absage mit der aktuellen Situation in der Landwirtschaft. Die bereits länger anhaltende schwierige wirtschaftliche Lage auf vielen landwirtschaftlichen Betrieben bereite den Bauern Sorgen. Verantwortlich dafür seien die extrem niedrigen Erzeugerpreise bei Milch, Fleisch und Getreide aufgrund geringerer Nachfrage vor allem aus dem asiatischen Raum und des Russlandembargos.

Da sich die angespannte wirtschaftliche Lage nach Auffassung vieler Agrarexperten so schnell nicht bessern wird, haben sich die Veranstalter Saaten-Union und AGCO/Fendt dazu entschlossen, den für den 25. August geplanten Fendt/Saaten-Union–Feldtag auszusetzen.

Peter-Josef Paffen, Vorsitzender der AGCO/Fendt-Geschäftsführung: „Ein großer Feldtag mit entsprechend großem Aufwand und 50 000 bis 60 000 Besuchern passt nicht in die heutige schwierige Zeit. Wir gehen davon aus, dass sich die Situation innerhalb der nächsten zwei Jahre wieder deutlich bessern wird. In einem positiven Umfeld werden wir 2018 den weltweit einzigartigen Erfolg des Fendt/Saaten-Union-Feldtag in Wadenbrunn fortsetzen.“

Die Saaten-Union wird auf regionalen Feldtagen in ganz Deutschland sowie auf den DLG-Feldtagen in Haßfurt und der EuroTier in Hannover die Themen rund um die derzeitigen Rahmenbedingungen aufgreifen. Dabei werden konkrete Lösungen für die Praxis aufgezeigt und das umfangreichste Getreideprogramm Deutschlands mit höchst ertragreichen Sorten vorgestellt.

Bei der Gemeinde Kolitzheim bedauert man die Absage, sagt Vertreter Dominik Dorsch. Allerdings wäre der Feldtag ohnehin nicht ganz so groß ausgefallen wie zuletzt. Wegen verschiedener Vorkommnisse 2014 hätte es zum Beispiel den Ball für junge Landwirte nicht mehr gegeben.

 

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