Der kulturelle Standpunkt Amerikas

13.07.2015

Mainpost 13.07.2015

 

ZEILITZHEIM

Der kulturelle Standpunkt Amerikas

Teil des vielseitigen Kulturprogramms im Schloss Zeilitzheim war in diesem Jahr erneut das Sommerfestival unter dem Thema „Begegnung mit USA“. Seit einigen Jahren thematisiert der Förderkreis Schloss Zeilitzheim im zweijährigen Turnus die kulturellen Standpunkte eines Landes in einer Darbietung. Auf Polen, Ungarn, Frankreich, Italien und Portugal folgten dieses Jahr die USA.

Den Zeilitzheimer Sommer eröffneten Ted (Theodore) Ganger und Sarah Yorke am Freitagabend mit ihrem Konzert „Made in America“. Ganger (Klavier) und Yorkes (Sopran) sorgten im Jagdsaal des Schlosses für eine besondere Atmosphäre. Als amerikanischer Pianist, Komponist und Songwriter harmoniert Ganger ausgezeichnet mit der amerikanischen Sängerin Yorke.

Ganger dirigierte nach seinem Klavier- und Dirigentenstudium mehr als 40 Opern, Operetten und Musicals. Als Klaviersolist, Kammermusiker und Liedbegleiter gab er zahlreiche Konzerte in den USA, Frankreich, Deutschland, Australien und Ostafrika. Seit 1998 ist er Dozent für Gesangskorrepetition an einer Hochschule in München und spielt Tasteninstrumente bei den Münchner Philharmonikern.

Sopranistin Yorke, die nach ihrem Gesangsstudium zahlreiche Gesangswettbewerbe in den USA für sich entschied, fand er in München. Seit 2007 unterrichtet sie als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Theater und Musik/Bayerische Theater Akademie in München. Ganger erarbeitete mit ihr ein umfangreiches Programm amerikanischer Lieder, beispielsweise von Aaron Copland und Samuel Barber, aber auch mit Texten von ihm selbst.

Am Eröffnungsabend des Zeilitzheimer Sommers begrüßte Schlossherrin Marina von Halem die Gäste und freute sich auf ein musikalisches und kulturelles Sommerwochenende. Ganger hatte die deutsche Übersetzung der Lieder verteilt. Außerdem informierte er die Zuhörer während des Auftritts immer wieder über die Stücke. Höhepunkt des Liederabends war in einem 15-minütigen Stück, „Knoxville: Summer of 1915“ von Samuel Barber.

Am Samstagabend folgte ein weiteres Konzert unter dem Titel „The Great American Songbook“. Der Gitarrist und Bandleader Stefan Grasse fügte mit Jazzsängerin und Stepptänzerin Julia Kempken Swing, Songs und Stepptanz zusammen.

Das dritte und letzte Konzert „Rag Time“ am Sonntagabend war ein musikalisch-literarischer Streifzug durch das Amerika des frühen 20. Jahrhunderts. Bernhard von der Goltz mit der Gitarre und Hans von der Goltz als Lesender nahmen die Anwesenden mit in die politisch und kulturell so spannende Epoche.

Nach allen Konzerten konnten sich die Besucher bei Brot, Käse, Wein und einer Suppe noch mit den Künstlern austauschen.

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