Der Streit der Jahreszeiten

30.05.2017

Mainpost 30.05.2017

UNTERSPIESHEIM

Der Streit der Jahreszeiten

Petrus meinte es gut mit der Pfarrei St. Sebastian und dem Kindergarten gleichen Namens in Unterspiesheim: er hatte Sonnenschein geschickt, sodass Pfarrfest und Kindergartenfest sich über viele Besucher freuen konnten.
In diesem Jahr fanden die beiden Feste zum zweiten Mal gemeinsam statt, eine Idee, die von der Bevölkerung und den Kindergarteneltern gut angenommen wird.
Die Vorschulgruppe des Kindergartens hatte den Gottesdienst mitgestaltet, unterstützt von den Musikantinnen des Kindergartens, Sandra Behrendt, Regina Heuss, Gertrud und Margarete Wieland. Sie begleiteten den Gesang der Kinder und der Gemeinde ebenso wie Organist Herbert Becker. Pfarrer Thomas Amrehn war mit den Kindern in die Kirche eingezogen. In ihrem Spiel hatten diese vier Elemente dargestellt – Feuer, Erde, Luft und Wasser – und gezeigt, wie das Bild eines Baumes sich wandelt im Verlauf der Jahreszeiten. Elisabeth Dereser und Inge Sternecker leiteten die Kinder dabei an.
Die Vorsitzende des Caritasvereins Unterspiesheim, Martina Kerler, sprach am Nachmittag die Situation des Kindergartens an: Er platzt aus allen Nähten. Sie ist zuversichtlich, dass durch den Einsatz von Pfarrer Amrehn, der die Entwicklung des Kindergartens zur Chefsache gemacht hat, und durch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, eine Lösung gefunden wird.
„Streit der Jahreszeiten“ war das Thema der Vorführung der Kinder. Alle Kinder, von den kleinsten bis zu den größten spielten mit. Jede der Jahreszeiten wollte die schönste sein, der Frühling, der Sommer, der Herbst und der Winter. Die Sonne schlichtete den Streit: „Das Jahr braucht Sonne, Kälte, Wärme, Regen, dann wird beschert der Erntesegen. Nur gemeinsam hinterdrein, werden wir das Jahr nun sein!“ Die Zuschauer bedachten die Kinder mit viel Applaus, als sie mit der Melodie des Liedes der Sonne auszogen.
Nur die Vorschulkinder blieben zurück: Für sie war es das letzte Kindergartenfest, im Herbst kommen sie in die Schule. Sie verabschiedeten sich mit einem Lied.

Nach der Vorführung kam keine Langeweile auf. So konnte man schätzen, wie viele Steine in einem Glas waren, oder sich im Flohmarkt der Katholischen Bücherei mit Krimis, Romanen und Sachliteratur eindecken. Die Kinder kamen gern zum Actionpainting, bei dem sie mit Farben bunte Bilder gestalten konnten.
Margarete Wieland hatte eine große Anzahl von Sonnenblumen und anderen Pflanzen mitgebracht, die gerade aufgegangen waren. Die Kinder konnten sie in kleine Töpfe pflanzen und mit nach Hause nehmen, um sie im eigenen Garten anzupflanzen. Gerne ließen sich die Kinder auch bunte Bänder ins Haar flechten. Vertreter der Musikkapelle luden dazu ein, die Musikinstrumente auszuprobieren, die in der Blaskapelle gespielt werden. Dirigent Armin Stawitzki stellte sie vor.
Es war auch möglich, den Glockenturm der Unterspiesheimer Kirche zu besteigen. Dabei erfuhr man von Pfarrer Amrehn manches Wissenswerte über Turm und Gotteshaus zu erfahren. Am Nachmittag unterhielten die Unterspiesheimer Musikanten die Gäste.

 

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