Der Weg ist frei für die Biogasanlage

07.04.2006

Mainpost 7.4.2006

 

Der Weg ist frei für die Biogasanlage

 

Kolitzheim (BP) Nach der Anhörung der Träger öffentlicher Belange und der öffentlichen Auslegung des Planes war die geplante Biogasanlage Oberspieseheim erneut Thema im Gemeinderat. Diplom-Ingenieur Jost Godtz, der die Bauplanung innehat, berichtete dem Gremium über die Einwände und die Änderungen, mit denen den Bedenken Rechnung getragen wird. Es handele sich dabei vor allem um formale Dinge, so Godtz. Berücksichtigt ist dabei auch die vom Landratsamt geforderte Linksabbiegerspur bei der Einfahrt zur Biogasanlage.

Auch die sehr hohe Auflage der Naturschutzbehörde bei der Bepflanzung von Bäumen und Büschen wurde eingearbeitet. Nach Meinung des Diplom-Ingenieurs ist die geforderte Bepflanzung allerdings viel zu dicht und auch sehr teuer und er empfiehlt den Betreibern darüber mit der Behörde nochmals Verhandlungen zu führen. Durch den mindestens zehn Meter breiten Grünstreifen sei der geforderte Abstand von 0,5 Meter zu Nachbargrundstücken berücksichtigt, wird dem Amt für Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt geantwortet.

Bei der Regierung für Unterfranken werde ein Antrag auf immissionsrechtliche Genehmigung gestellt, die alles mit einschließe, so Bürgermeister Horst Herbert und der geschäftsleitende Beamte Winfried Fella. Somit könne demnächst mit dem Bau begonnen werden. Außerdem werde der Plan nochmals öffentlich ausgelegt.

In der zweiten Maiwoche rechne er mit dem Baubeginn, so Bernhard Bedenk von der Überlandzentrale Lülsfeld. Mitte November könne voraussichtlich der Probelauf der Anlage beginnen und ab Januar könne sie voll in Betrieb gehen, so Bedenk.

In Lindach ist geplant einen "Lindacher Land Erlebnisweg" zu gestalten, informierte Bürgermeister Horst Herbert. In dessen Verlauf soll auf Gebäude, ortsübliche Produkte und Ereignisse hingewiesen und dies auf Infotafeln erklärt und beschrieben werden. Das ganze werde rund 10 000 Euro kosten, wovon die Gemeinde einen Teil übernehmen solle. Über das LEADERplus-Programm der Europäischen Union oder die Flurbereinigung könne diese Maßnahme nicht gefördert werden, stellte sich auf Nachfrage heraus.

Die örtlichen Vereine seien bereit das Konzept mit zu tragen, so ein örtlicher Gemeinderat. Auch Alexander von Halem, Vorsitzender des Vereins "Fränkisches Wein- und Kulturland" sieht dieses Vorhaben positiv und nennt es sinnvoll. Über die Höhe der Kosten zeigten sich allerdings einige Gremiumsmitglieder verwundert. Die ganze Sache solle nochmals besprochen und in einer späteren Gemeinderatssitzung behandelt werden, wurde das Thema vertagt.

Über Pfingsten werde wieder ein Besuch in den französischen Partnergemeinden Saint Remy du Val und Neufchatel stattfinden, informierte Bürgermeister Herbert weiter. Bei der Hinfahrt am Samstag sei eine Stadtbesichtigung in Paris geplant. An Pfingstmontag gehe es zurück. Die Einquartierung erfolge bei Privatpersonen. Die Fahrt würden zirka 80 bis 100 Euro kosten. Interessierte können sich bei Bürgermeister Herbert oder Robert Feldner anmelden.

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