Die Bushaltestelle soll nicht ganzen Platz beanspruchen

23.10.2006

Mainpost 23.10.2006

 

Die Bushaltestelle soll nicht ganzen Platz beanspruchen

 

Kolitzheim Nachdem der Gemeinderat den beiden ersten Maßnahmen zur Dorferneuerung Kolitzheim, der Neugestaltung des Scheuringplatzes und der Freizeitanlage im Süden des Dorfes zugestimmt hat, kamen nun in einer öffentlichen Versammlung die Kolitzheimer Bürger zu Wort.

 

In Anwesenheit des Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Wilfried Schmitt vom Amt für Ländliche Entwicklung, Bürgermeister Horst Herbert, zweitem Bürgermeister Rudolf Bender und weiteren Vertretern der Gemeinde stellte Planer Frieder Müller-Maatsch seine Entwürfe für die beiden Maßnahmen den zirka 30 anwesenden Kolitzheimer Bürgern vor. Keine große Diskussion gab es um die Freizeitanlage für jung und alt an der Wadenbrunner Straße. Hier soll in der Nähe eines kleinen Sees eine große Rasenfläche für Spiele, ein Kinderspielplatz und ein Zeltplatz entstehen. Auch eine Boccia-Bahn und ein kleiner Pavillon am Rand des Sees sind geplant.

Eine größere Debatte entstand um die Gestaltung des Scheuringplatzes. Dieser Platz soll künftig als zentrale Bushaltestelle des Dorfes dienen. Im östlichen Bereich ist ein Spielbereich geplant und entlang der Straße "Am Felsenkeller" soll ein Parkstreifen für vier Pkw entstehen, der durch Bäume aufgelockert wird.

Hier beanstandeten die Bürger, dass die Bushaltestelle wie bisher nicht von der Straße abgesetzt sei. Das lasse sich nicht ändern, wurde den Kritikern erwidert. Denn wenn die Haltestelle zurückverlegt würde, könnte der Platz nicht multifunktionell genutzt werden, da der gesamte Raum dann für die Haltestelle benötigt würde und dafür gebe es keinen Zuschuss. Ein weiterer Kritikpunkt war, dass in Zukunft an dieser Stelle nur noch vier Parkplätze zur Verfügung ständen.

Zwei Anlieger der Straße "Am Felsenkeller" waren außerdem nicht damit einverstanden, dass sie für die Erneuerung der Straße bezahlen müssten. Sie wurden damit getröstet, dass über die Flurbereinigung die Hälfte der Kosten als Zuschuss gewährt werde. Bei einer späteren Straßenerneuerung würde die Sache wesentlich teurer. Auch mit den Bäumen, die die Parkbuchten abgrenzen sollen, war ein Anlieger nicht einverstanden, da diese nur Dreck, Ärger und Arbeit verursachten.

Laut Bürgermeister Horst Herbert wird nun die Neugestaltung des Scheuringplatzes und der Freizeitanlage ohne gravierende Änderungen durchgeführt werden.

 

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