Die Krone wandert von Franziska zu Luisa

05.04.2016

Mainpost 05.04.2016

LINDACH

 

Die Krone wandert von Franziska zu Luisa

Luisa I. ist die neue Weinprinzessin Lindach. Vorgängerin Franziska Seger setzte ihrer Nachfolgerin das Krönchen aufs Haupt.
Der Winzerverein Lindach hatte unter der Leitung seines Vorsitzenden Hubert Dotzel zahlreiche Gäste aus Weinadel, Politik, Kirche und lokaler Tourismusförderung zur Krönungsfeier seiner neuen Weinprinzessin geladen.
Neben diesen Ehrengästen waren auch Vertreter der örtlichen Vereine in den Saal des FC Lindach gekommen. Und auch die Winzer des Kreuzpfadortes waren natürlich der Einladung gefolgt.
Bis auf den letzten Platz besetzt war der fein dekorierte Veranstaltungsraum. Die Gäste erlebten einen kurzweiligen Abend bei erlesenen Weinen und dazu passender Brotzeit.

Manfred Schön vom Vorstandschaftsteam des ausrichtenden Vereins führte humorvoll und gekonnt durch den Abend, wobei er die acht erlesenen Tropfen, die bei der Weinprobe gereicht wurden, fachlich versiert präsentierte.
Für die musikalische Note des Abends sorgten die Blaskapelle unter der Leitung von Walter Strauß und der gemischte Chor des Kulturvereins unter der Leitung von Carmen Kuhn sowie die einheimische Solistin Shivani Knoblach mit ihrer Violine. Sie präsentierten beschwingte, bekannte, eingängige Weisen und Weinlieder, die das Publikum zum Schunkeln und Mitsingen animierten.
Luzia Markert und ihr Helferteam sorgten einerseits für eine reibungslose Bewirtung der Gäste, zeichneten andererseits auch für das ansprechende Ambiente des Veranstaltungssaals verantwortlich.
Die scheidende Lindacher Weinprinzessin Franziska Seger ließ die Zuhörer an den Höhepunkten ihrer zweijährigen Amtszeit teilhaben. Mit einer Bildergalerie, unterlegt mit Musik, zeigte sie, an welchen Orten und bei welchen Gelegenheiten sie den Wein vom heimischen Kreuzpfad repräsentierte.
Das geschah nicht nur auf lokaler Ebene. Ihre Repräsentationspflichten führten sie unter anderem auch auf Veranstaltungen in die Bundeshauptstadt Berlin, in die Landeshauptstadt München und in die Hauptstadt des Frankenweins, nach Würzburg.
Franziska Seger traf viele prominente und interessante Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen und lernte wichtige Örtlichkeiten kennen, was sie, laut eigener Aussage, in der Persönlichkeitsentwicklung enorm weiterbrachte. „Anfangs drückte das Prinzessinnenkrönchen doch merklich auf mein Haupt, wenn ich daran dachte, wie ich diese vielfältigen Aufgaben denn alle meistern soll“, stellte sie fest. Doch mit der Zeit kehrte auch Routine ein und die Amtszeit wurde dann „zur Märchenreise in eine bisher unbekannte Welt, die mich aber stets mit Freude und Genugtuung erfüllte, wenn ich wieder in meinem ,versteckten Paradies‘ anlandete“, sagte Franziska Seger, auf das Werbemotto ihres Heimatortes anspielend.
Bei ihren Kolleginnen, den Weinprinzessinnen aus den umliegenden Weinorten, bedankte sich Franziska Seger mir sehr persönlichen und emotionalen Worten für das hervorragende Miteinander. Aus Kolleginnen seien Freundinnen geworden, stellte sie fest. Das lässt sie hoffen, dass man auch nach Ende der Amtszeit verbunden bleibt.

Für die gemeinsame schöne Zeit bedankten sich die Weinprinzessinnen. Sie wünschten der scheidenden Freundin viel Erfolg beim demnächst anstehenden Abitur. Als originelles Geschenk überreichte man Franziska Seger ein großes Glas mit sauren Gurken, weil diese sich gerne als Veganerin darstellte.
Mit Ovationen verabschiedete das Publikum die engagierte, stets fröhliche und daher beliebte Weinrepräsentantin, wohl wissend um die Last der Aufgabe, die dieses Ehrenamt so mit sich bringt. Selbstverständlich richtete Seger dann noch ein persönliches Wort an ihre Nachfolgerin im Amt.

Luisa Dotzel, die Tochter des Vereinsvorsitzenden, wurde von ihrer Vorgängerin zur 16. Lindacher Weinprinzessin gekrönt. Sie übernimmt das Amt im Vorfeld der am 1. Mai anstehenden Weinbergs- und Blütenwanderung, bei der sie ihren ersten offiziellen Auftritt haben wird. Die junge Frau begann nach der Mittleren Reife eine Lehre als Kauffrau für Groß- und Einzelhandel und befindet sich gegenwärtig im zweiten Ausbildungsjahr. Nach eigenen Worten wird sie in wenigen Tagen volljährig. Darauf freut sie sich genauso wie auf ihre zweijährige Amtszeit als Weinprinzessin.
Das sei sicherlich eine spannende Aufgabe, die Luisa Dotzel mit Ruhe und Besonnenheit angehen will. Auf das Amt der Weinprinzessin soll sie sich schon als Kind gefreut haben, wie zu hören war.
Unterstützung wird sie im Kreise ihrer Kolleginnen, bei der Gemeinde Kolitzheim, beim Winzerverein Lindach und bei ihrer Familie finden. Alle Grußredner, angefangen beim Bezirkstagspräsidenten Erwin Dotzel, der zu Lindach dank verwandtschaftlicher Beziehungen eine enge Verbindung pflegt, über Landrat Florian Töpper und den Bürgermeisterstellvertreter Alfred Bumm, bedankten sich bei der scheidenden Weinprinzessin Franziska Seger für ihren großen Einsatz in der Weinwerbung.

Sie habe das Amt mit Mut, Geschick und Können gemeistert und dadurch nachhaltige Spuren hinterlassen, die der Gemeinde Kolitzheim und dem Landkreis Schweinfurt zur Ehre gereichten. Selbstverständlich waren die Repräsentanten von Kreis und Gemeinde nicht mit leeren Händen gekommen.

Für die Nachfolgerin im Amt gab es gute Wünsche für die neue Aufgabe. Dabei stellten die Redner übereinstimmend fest, dass es aktuell nicht immer einfach sei, in einem kleinen Weinort die geeignete Kandidatin zu finden, die sich für so eine Aufgabe uneingeschränkt zur Verfügung stellt.

 

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