Die Orgel von St. Sebastian wird überholt

11.04.2016

Mainpost 11.04.2016

UNTERSPIESHEIM


Die Orgel von St. Sebastian wird überholt

Die Orgel der Pfarrkirche St. Sebastian wird überholt. Neben der Renovierung der Barockkirche, die derzeit läuft, soll auch deren Orgel auf den neuesten Stand gebracht werden. Das wird etwa 100 000 Euro kosten. Einen Teil des Geldes erhofft man sich aus dem Erlös des Jubiläumskonzerts, das am Sonntag, 17. April, geplant ist (siehe nebenstehenden Bericht).
Seit 1937 wurden an dem Instrument keine wesentlichen Restaurierungsarbeiten mehr durchgeführt, entsprechend nötig ist die grundlegende Überholung der Orgel, die von der bekannten Orgelbauerfamilie Weis gebaut wurde.
So muss der Motor der Orgel erneuert werden, Metall- und Holzpfeifen müssen gründlich gereinigt werden, die Elektroleitungen müssen erneuert werden.
Es werden außerdem sechs Register hinzugefügt. Die Schalter, mit denen diese Register in Gang gesetzt werden, waren schon bei der Renovierung im Jahr 1937 vorgesehen. Wohl aus Geldmangel wurden die Register damals jedoch nicht angeschafft.
Der Klang der Orgel wird durch diese Register vor allem im Bereich der Bässe voller und schöner. Die Kosten für diese Erweiterung sind verhältnismäßig gering.
Nötig ist auch der Austausch der Prospektpfeifen – so nennt man die Pfeifen, die sichtbar sind. Sie sind zum Teil verbeult oder haben andere Schäden und werden durch neue Pfeifen aus Zink ersetzt.
Dass die Orgel renoviert werden muss, steht außer Frage. Die Kirchenverwaltung hat aber überlegt, ob man billiger davonkäme, wenn man nur das Nötigste machen würde. Dann läge man immer noch bei Kosten von etwa 56 000 Euro.
Die Auskunft der Spezialisten für Orgelbau war jedoch, dass es schwer sei, zu unterscheiden, was das Nötigste ist: Sollte man Pfeifen, die verbeult sind, nicht austauschen? Oder sollte man nur die Hälfte der Pfeifen reinigen? Oder sollte man die alte Elektrik nicht austauschen?
Das Nötigste wäre nur eine halbe Sache, man müsste in vier oder fünf Jahren wieder neu anfangen, so die Überlegung. Die Kosten würden bis dahin steigen. Zwar wäre die Schuldenlast aus der Kirchenrenovierung dann vermutlich geringer, aber man könne nicht vorhersagen, ob man Darlehen zu so günstigen Konditionen wie im Augenblick bekomme. Daher hat man sich entschlossen, die Renovierung der Orgel jetzt gründlich und nachhaltig anzugehen.
Ermutigt sieht man sich durch die große Einsatzbereitschaft der Unterspiesheimer: Sie helfen mit bei den anfallenden Arbeiten in der Kirche, sie stellen zinsfreie Darlehen zur Verfügung, sie spenden immer wieder kleine und auch größere Beträge.

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