Die Vielfalt der Arten erhöhen

06.07.2015

Mainpost, 06.07.2015

 

UNTERSPIESHEIM

Die Vielfalt der Arten erhöhen

35 Interessierte und „Rechtler“ konnte der Vorsitzende der Waldkörperschaft Gehaid, Gerhard Habermann, jüngst zur Waldbegehung im Unterspiesheimer Wald begrüßen.

Die positive Bilanz von Inventur und Neuberechnung sei ein Bestand von 179 Festmetern gegenüber 97 Festmetern pro Hektar beim letzten Forstwirtschaftsplan aus dem Jahr 1981. Dies erklärte der Sachverständige und Diplomforstwirt Peter Rebhan aus Eltmann, der die Inventur und Neuberechnung durchgeführt hatte.

„Vom Landesdurchschnitt von etwa 240 Festmetern ist der Unterspiesheimer Wald nicht mehr weit weg“, so Rebhan. Er errechnete bei einem Einschlag von 3,7 Festmetern einen jährlichen Zuwachs von durchschnittlich 4,5 bis 5,5 Festmetern pro Hektar.

Auch bewertete Peter Rebhan das 100,6 Hektar große Waldstück der Körperschaft Gehaid als „durchaus gut“, was die vielfältigen Aufforstungen der vergangenen Jahre anbelangt. Durch eine Vielzahl von Baumarten sei der Wald hier somit weniger anfällig für Schädlinge und Umwelteinflüsse.

Trockene fränkische Platte

Seine Empfehlung ist, weiterhin die Vielfalt zu erhöhen, um das Klimarisiko zu minimieren. Nach wie vor sei die Länge der Trockenphase in der fränkischen Platte für einige Arten ein Problem.

Der seit acht Jahren zuständige Förster Reiner Seufert vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt erläuterte die Hintergründe für die Erstellung des neuen Forstwirtschaftsplans: Erstmals sei in Unterspiesheim ein solcher im Jahr 1851 aufgetaucht. Der zweite wurde 1905 erstellt und 1924 ergänzt. Dieser hatte seine Gültigkeit bis 1944.

Danach kümmerte sich mehr oder weniger niemand um einen solchen Plan. Erst im Jahr 1981 erfolgte eine Neuberechnung. „Da eine solche Konzeption normalerweise zehn Jahre Gültigkeit hat und zehn Jahre verlängert werden kann, hätte 2001 ein neuer Forstwirtschaftsplan erstellt werden müssen“, so Seufert.

Mit 361 Festmetern Holz in der vergangenen Saison sei man fast genau bei der empfohlenen Menge von 370 Festmetern.

Holzeinschlag für B 286-Ausbau

Er erklärte, dass das Straßenbauamt die Fläche zur Erweiterung der B 286 bereits erworben habe, die Körperschaft das Holznutzungsrecht aber noch hat. Allerdings müsse entlang der Straße die nächsten zwei Jahre der Holzeinschlag zum drei-spurigen Ausbau erfolgen.

 

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