Die Wirkmacht der Gedanken

27.09.2019

Mainpost 27.09.2019

Kolitzheim

Die Wirkmacht der Gedanken

Etwa 100 Frauen waren der Einladung zum Regionalen Bildungsabend des Katholischen Deutschen Frauenbundes der Region Schweinfurt gefolgt. Organisiert hatten diesen Abend die Regionalvertreterinnen Anja Bauer und Sandra Friedrich.  Gut  50  Zweigvereine und Frauenkreise gehören der Region Schweinfurt des Frauenbundes an. Das Thema des Bildungsabends, der im Sportheim des SV Kolitzheim stattfand: "Und was ich denke, red´und tu – der Einfluss der Gedanken auf Gesundheit und Krankheit.". Referentin war Renate Köller. Sie ist Dozentin im Gesundheitswesen.

Nach ihren Ausführungen sind ein Großteil der Gedanken, die man sich macht unnütz,
gut 20 % unserer Gedanken sind negativ, und nur 3 % positiv. Gedanken wirken sich auch auf das körperliche Befinden aus: Angstgefühle erzeugen Stress, und auf Dauer führt Stress auch zu körperlichen Erkrankungen. Hilfreich sei es auch, sich bewusst zu machen, welches Bild man von sich selbst hat: Hat man von sich selbst ein gutes Bild, wird man auch von seiner Umgebung entsprechend positiv wahrgenommen.

Der Volksmund kennt viele Sprichwörter, in denen der Zusammenhang zwischen seelischem Erleben und körperlichem Befinden wahrgenommen wird: "Der spuckt Gift und Galle",  "ihr ist eine Laus über die Leber gelaufen",  "die lässt den Kopf hängen",  "das nimmt mir den Atem", "vor Schreck bleibt mir das Herz stehen" sind einige Beispiele für diese Wechselwirkungen, wie sie in den Redensarten deutlich werden. Die Referentin ging auch darauf ein, dass die einseitigen Darstellungen von Gott als dem, der alles sieht, und der unnachsichtig straft, sich negativ auf das Befinden auswirken. Man ist seinen Gedanken nicht ohnmächtig ausgeliefert, sondern man kann bewusst Einfluss nehmen, auf das was man denkt: So kann man nutzlose Grübeleien und Gedankenkaruselle bewusst unterbrechen.

Hilfreich kann dabei Singen sein: Lieder, mit Texten, die Zuversicht ausstrahlen, helfen, die negativen Gedanken beiseite zu stellen und die angenehmen, freudvollen Seiten des Lebens in den Blick zu nehmen.  Die Referentin führte auch aus, dass negatives Reden über andere negative Wirkung hat - auf den anderen und auf einem selbst. Die Bibelstelle im Matthäus-Evangelium "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet… Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht" (Mt. 7, 1) ist Aufforderung, nicht negativ über andere zu reden. Die Referentin regte an, seinen eigenen "Sprachschatz" zu betrachten und ihn um "schöne Worte" zu bereichern. Und dass Lachen die beste Medizin ist, weiß die Volksweisheit schon lange.

Die beiden Regionalvertreterinnen bedankten sich bei der Referentin für ihren informativen, anregenden Vortrag und überreichten ihr ein kleines Präsent. Wichtige Termine des Frauenbundes: Diözesanwallfahrt nach Retzbach am 17. September 2020, Frauenbildungstag in Würzburg am 17. Oktober 2020 zum Thema "Nachhaltigkeit", u.a.  mit der Landtagsabgeordneten der Grünen, Kerstin Celina. Den Dankesworten schloss sich die stellvertretende Diözesanvorsitzende des Frauenbundes, Edith Werner an. Bei angeregtem Gespräch blieben die Frauen noch lang im Sportheim zusammen.

 

 

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