Diskussion dreht sich um Verkehrsinsel

28.02.2006

Mainpost 28.2.2006

 

Diskussion dreht sich um Verkehrsinsel

 

Zeilitzheim Eher geringen Diskussionsbedarf hatten die knapp 60 Besucher der Bürgerversammlung im Sportheim. Die ausführlichste Debatte entfaltete sich ausgerechnet zu einem Thema, das den Ortsteil Zeilitzheim nur indirekt berührt: Die neue Verkehrsinsel in Kolitzheim erfuhr fast einhellige Ablehnung. "Da fährt doch eh jeder links vorbei", fasste eine Wortmeldung die vorherrschende Meinung zusammen.

Während seines Vortrags hatte Bürgermeister Horst Herbert in diesem Jahr bei der Bürgerversammlung in Zeilitzheim neben dem Überblick zur Entwicklung der kompletten Großgemeinde wenig Neuigkeiten für den Ortsteil mitgebracht. Das Buswartehäuschen am Marktplatz werde wohl bis Ende März fertiggestellt sein, erklärte das Gemeindeoberhaupt.

Auch die anschließende Diskussion barg im Großen und Ganzen keine scharfen Kontroversen. Kein gutes Haar ließen die Anwesenden in der lebhaftesten Debatte an der in Kolitzheim, am Ortseingang von Zeilitzheim kommend , neu errichteten Verkehrsinsel. Diese werde kaum beachtet, viele Autofahrer würden ortseinwärts auf der Gegenfahrbahn links an ihr vorbeifahren. Überhaupt sei die Verengung gerade für Lkw eine Zumutung, meldeten sich mehrere Stimmen. Herbert verteidigte die Konstruktion zur Verlangsamung des Verkehrsflusses: "Wer die vorgeschriebenen 50 km/h fährt, hat mit dem Hindernis keine Probleme", sah er die gewünschte Funktion der Verkehrsinsel erfüllt, versprach aber dennoch eine Prüfung der Situation in der nächsten Verkehrsschau.

Auf die Gesamtgemeinde bezog sich eine Frage nach der in den letzten Jahren umfangreich erschlossenen Baugebieten: "Sind diese angesichts der sinkenden Geburtenzahlen in diesem Umfang überhaupt sinnvoll?" Der Bürgermeister erklärte, dass man für den aktuellen Bedarf vorgesorgt habe. Die geburtsschwachen Jahrgänge hätten erst in etwa 15 Jahren Auswirkungen auf den Bauplatzbedarf. Zur notwendigen Modernisierung der Kläranlage Zeilitzheim berichtete er, dass hier neue gesetzliche Fristen erreicht worden seien: Bis Ende 2009 müssten die Planungen vorliegen, bis Ende 2012 müsse der Bau begonnen und bis spätestens Jahresende 2015 abgeschlossen werden. Man habe also in dieser Sache noch genügend Zeit.

Zur Umgehungsstraße Kolitzheim erklärte Herbert, dass in dieser Sache bei der heutigen öffentlichen Finanzlage mittelfristig keine Chancen bestünden, dass das Projekt realisiert wird. Zum vorgesehenen Straßenausbau der Strecke von Zeilitzheim nach Herlheim gab er bekannt, der Ausbau könne noch in diesem Jahr erfolgen, wenn im Rahmen der laufenden Flurbereinigung der notwendige Grunderwerb getätigt werden kann. Dann sei auch an einen parallelen Radweg zu denken. Die Gemeinde forciere momentan den Radwegebau und verfolge hierbei das Konzept einer überregionalen Anbindung an bestehende Hauptrouten.

Großflächige Werbeplakate auf Privatgrundstücken waren einem Anwesenden ein Dorn im Auge. Der Bürgermeister stellte klar, dass die Gemeinde kein einziges dieser Plakate genehmigt hätte und appellierte an alle Bürger, hier mitzuwirken, dass die Ortsansichten nicht unnötig verschandelt werden. Die Hundehalter ermahnte Herbert, ihrer Verantwortung nachzukommen, ihre Tiere nicht unangeleint frei laufen zu lassen und Kothaufen gerade auf öffentlichen Flächen zu beseitigen.

Um die Verkehrsbehinderungen in Zeilitzheim während größerer Veranstaltungen und Feste einzudämmen, starte man den Versuch, die Ortsdurchfahrt in Richtung Gaibach von der Brücke über die Volkach bis zum Friedhof halbseitig als Parkverbotszone auszuweisen. Erstmals trete diese Regelung beim Ostermarkt im Schloss in Kraft.

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