Diskussion über Mainschleifen-Shuttle

15.01.2015

Mainpost, 15.01.2015

 

KOLITZHEIM
Diskussion über Mainschleifen-Shuttle

Heuer zahlt Kolitzheim den Zuschuss, auch wenn einige Räte am Sinn der Ausgabe zweifeln

Ein Tagesordnungspunkt der Sitzung des Gemeinderats von Kolitzheim betraf die touristische Entwicklung an der Mainschleife. Die Stadt Volkach wolle für die Finanzierung der Tourismusentwicklung an der Mainschleife auch die umliegenden Gemeinden mit ins Boot nehmen, berichtete Bürgermeister Horst Herbert den Räten. Rund 2500 Euro jährlich solle die Gemeinde Kolitzheim beitragen.

Diese Mitteilung diente allerdings nur als erste Information. Eine Entscheidung wurde nicht gefällt. Auch auf den Mainschleifen-Shuttle ging das Gemeindeoberhaupt ein, ohne dass in der aktuellen Sitzung eine Entscheidung gefällt werden sollte.

Dieses Jahr laufe die Sache wie in der Vergangenheit. Für die Zukunft müsse man sich allerdings überlegen, ob sich die Gemeinde weiter beteiligen wolle. Nur 174 Gäste hätten im vergangenen Jahr im Kolitzheimer Gemeindegebiet ein Ticket gelöst. Dies wäre pro Fahrt eine Person aus der Gemeinde, rechnete Herbert vor. Am meisten frequentiert waren die Busse bei Veranstaltungen wie dem Volkacher Weinfest.

Das Ganze sei ein defizitäre Geschichte. Der Bus koste 57 000 Euro. Die Einnahmen betrügen 10 000 Euro. Daneben gebe es noch Fördergelder von den Landkreisen.

Diese Informationen lösten eine rege Diskussion im Rat aus. So beanstandete Reinhard Heck, dass es für manche Bürger gar nicht die Möglichkeit gebe mitzufahren, da nicht alle Ortsteile angefahren werden. Dies gebe der Fahrplan, der nur eine bestimmte Zeit dauern dürfe, nicht her, antwortete Herbert. Für Touristen gebe es nicht die Möglichkeit, zu Festen in der Gemeinde zu gelangen, wie dem Fischfest in Gernach oder dem Bierfest in Unterspiesheim, bemängelte Heck. Die 2000 Euro, die die Gemeinde zuschieße, könne man auch anders ausgeben, überlegte Bernhard Krapf. Auf Nachfrage von Gerd Endres gab Horst Herbert zu, dass man nicht wisse, wie viele Gäste in den Kolitzheimer Ortsteilen ausgestiegen und später wieder eingestiegen seien. Von solchen Gästen, die beispielsweise ein Weingut besuchten, würde die Gemeinde profitieren, so Endres. Man werde sich ein anderes Mal damit befassen, vertagte Horst Herbert die Diskussion.

Brigitte Pfister

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