Diskussion um schnellen Internet-Zugang

15.09.2007

Mainpost 15.9.2007

 

HERLHEIM

Diskussion um schnellen Internet-Zugang

(bp) Zum wiederholten Mal war das Thema DSL-Anschluss Thema im Gemeinderat. Zweiter Bürgermeister Rudolf Bender berichtete über eine Bürgermeister-Dienstbesprechung, bei der Minister Eberhard Sinner einen Vortrag hielt.

Die Staatsregierung habe erkannt, dass eine flächendeckende Versorgung dieses schnellen Internet-Zugangs notwendig sei, so Bender. Der Staat werde kein Geld in die veraltete Technologie der Telekom investieren. Die Zukunft liege im Funkbereich. Die Staatsregierung wolle die Probleme bündeln, sich mit potenziellen Anbietern in Verbindung setzten und Angebote einholen. Es solle ein Wettbewerb entstehen.

Weiter berichtete Bürgermeister Horst Herbert über das vorläufige Ergebnis einer Umfrage in der Gemeinde Kolitzheim, bei der sich Interessenten für einen Breitbandanschluss melden sollten. Nur 215 Meldungen gingen ein. Bei so wenig Interessenten werde die Telekom das Netz nicht weiter ausbauen. Im Gremium entstand nun eine Diskussion über Möglichkeiten einer schnellen Internet-Verbindung.

Dritter Bürgermeister Martin Mack sah das flache Land gegenüber den Ballungsgebieten benachteiligt und forderte, der Staat müsse hier stärker unterstützen. Andere Gremiumsmitglieder befürchteten durch eine Funkverbindung noch mehr Antennen und somit Gefahren, die hiervon ausgehen. Hier wies Bürgermeister Horst Herbert darauf hin, dass die Wissenschaft nicht in den Masten, sondern in den Handys Gefahren für die Gesundheit sehe.

Weiter beschäftigten sich die Gemeinderäte mit Urnengräbern, die in Gernach und Kolitzheim angelegt werden sollen. So soll in einer Ecke des Friedhofes Gernach eine im Winkel angelegte etwa 50 Zentimeter hohe Bruchsteinmauer erbaut werden. Darauf werden dann die Tafeln angebracht. Vor der Mauer entstehen in der Wiese zur Abgrenzung Rabatte in der die Urnen versenkt werden. Vorerst sind acht Urnengräber geplant. Die Kosten werden etwa bei 1900 Euro, pro Grab bei 240 Euro liegen.

In Kolitzheim soll ein Findling gesetzt werden, auf dem die Tafeln angebracht werden. Die Urnen sollen dann in der Wiese daneben vergraben werden. Bei 20 geplanten Gräbern werden die Kosten grob geschätzt pro Grab 250 Euro betragen. Dies sei mit Bürgern, die bei einem Ortstermin anwesend waren, so besprochen worden, berichtete Rudolf Bender. Alle Kolitzheimer waren eingeladen, aber nur wenige vor Ort, begegnete er entstandener Kritik an diesem Plan. Die Gemeinderäte gaben ihre Zustimmung für die beiden Vorhaben.

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