Edwin Pohli 30 Jahre Vorsitzender des Sportangelvereins

09.06.2021

Mainpost 09.06.2021

Gernach

Edwin Pohli 30 Jahre Vorsitzender des Sportangelvereins

Edwin Pohli hat seit März 1991 das Amt des Vorsitzenden des Sportanglervereins Gernach inne. Eine Zeit von 30 Jahren ununterbrochen als Vorsitzender tätig zu sein – das kommt nicht häufig vor. Edwin hat dieses Amt von seinem Vater Richard übernommen, der von der Vereinsgründung im März 1969 bis ins Jahr 1991 Vorsitzender war. So bekam Edwin das Anglerleben schon von Kindesbeinen an mit.

Als Kind und Jugendlicher machte ihm das Angeln gar keinen Spaß, sicher zum Leidwesen seines Vaters. Doch dann entstand im Kreis seiner Kameraden die Idee, dass man doch die staatliche Fischerprüfung machen könnte. Gesagt – getan: Nach erfolgreich abgelegter Prüfung trat Edwin mit seinen drei Kameraden 1990 dem SAV Gernach bei. Ein Jahr später, im Jahr 1991, trat Richard Pohli nicht mehr zur Wahl an – und so fiel die Wahl auf seinen Sohn Edwin. Ein berührender Moment in der Mitgliederversammlung, als das Amt vom Vater auf den Sohn überging.

Auf viele Aktivitäten kann Edwin Pohli zurückblicken, die unter seiner Verantwortung als Vorsitzender, zusammen mit seinen Vorstandsmitgliedern und mit aktiver Unterstützung vieler Vereinsmitglieder, durchgeführt wurden: die jährlichen Fischfeste sind über Gernach hinaus bekannt; leider mussten sie coronabedingt schon zweimal ausfallen. Weitere regelmäßige Veranstaltungen im Jahreskreis sind das Königsangeln und das Preisangeln. Schon seit etlichen Jahren lädt der SAV im Rahmen des Ferienspaßes der Gemeinde Kinder und Jugendliche ein, sich über die Welt der Fische zu informieren und erste Erfahrungen mit dem Angeln zu machen. Die Verantwortung für die Organisation all dieser Veranstaltungen trägt der Vorsitzende.

Pflege der Seen

Auch für die Pflege der Seen und die Gebäuden des Sportanglervereins Gernach wurde in den vergangenen 30 Jahren einiges getan: Im Jahr 1993 kaufte der SAV die Garage neben dem Siedlerheim in der Gartenstraße von der Gemeinde, um die Gerätschaften des Vereins dort unterzubringen. Im Jahr 2000 wurde die Fischerhütte an den Gernacher Seen total umgebaut und grundlegend saniert. 2004 wurde an den Seen ein neuer Brunnen gebohrt, um dem Wassermangel in den Sommermonaten abhelfen zu können. Die größte Investition bisher war im Jahr 2006: Es wurde für den Brunnen und die Fischerhütte eine Stromleitung zum See gelegt.

Fünf neue Mitglieder

Sorgen macht dem Vorsitzenden, dass jedes Jahr sich zwar einige Jugendliche für das Angeln interessieren, diese aber das Interesse verlieren, wenn sie in die Pubertät kommen. Ganz anders bei den Erwachsenen: Im Jahr 2020 wurden fünf Mitglieder neu aufgenommen.

Der Verwaltungsaufwand hat zugenommen, berichtet der Vorsitzende: Über die Wasserentnahme aus dem Brunnen muss dem Landratsamt Schweinfurt und dem Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen gegenüber genau Rechenschaft gegeben werden. Seit etwa  zehn Jahren müssen jedes Jahr alle aktiven Angler dem Landratsamt Schweinfurt gemeldet werden.

Der Fischbesatz wird vom Landratsamt zusammen mit dem Fischereiverband festgelegt – nicht immer zur Zufriedenheit aller, denn viele Angler favorisieren Forellen, Karpfen sind weniger beliebt. Obwohl man dank des Brunnens in trockenen Sommern den Wassermangel überbrücken kann, bereitet der befürchtete Rückgang des Grundwassers Sorgen.

"Ich habe alles, was mit dieser Aufgabe verbunden war, immer gerne gemacht" stellt Edwin Pohli rückblickend auf seine bisher 30 Jahre als Vorsitzender fest. Dass es in dieser Zeit in der Vorstandschaft und mit den Mitgliedern des SAV ein gutes Einvernehmen gab und die – seltenen – Meinungsverschiedenheiten stets konstruktiv bewältigt werden konnten, hob er in seinem Rückblick besonders hervor. Edwin Pohli ist auch aktiver Angler: Dafür mag als Beleg dienen, dass er 2014 Anglerkönig wurde.

Zu den News