Eigenheimer-Vorstandschaft im Amt bestätigt

05.04.2019

Mainpost 05.04.2019

Unterspiesheim

Eigenheimer-Vorstandschaft im Amt bestätigt

Drei Punkte der Generalversammlung des Siedler- und Eigenheimerbundes Unter- und Oberspiesheim waren die "Schwergewichte" der Tagesordnung: die Neuwahlen der Vorstandschaft und die Gastvorträge vom Vorstandsmitglied des Eigenheimerverbandes Bayern, Georg Grembler und von Gerhard Röthlein, Bund Naturschutz, Kreisgruppe Schweinfurt zum Thema Wildbienen. Er hatte seinen Vortrag unter die Überschrift gestellt: "Wildbienenschutz ist wichtig, wenn, dann aber bitte richtig."

Zweiter Bürgermeister Martin Mack überbrachte die Grüße und den Dank der Gemeinde für den Einsatz der Eigenheimer für ihren Einsatz zum Wohle aller. Der Eigenheimerbund bringe nicht nur viele Unterstützungsleistungen für die Mitglieder, sondern sei auch in die Dorfgemeinschaft eingebunden, was sich u.a. bei der Mitwirkung bei Festen, beim Faschingsumzug, bei Pflanzaktionen und durch die Übernahme der Baumpatenschaft am Kreisverkehr zeige. Junge Familien und das weitere Bemühen, die neuen Mitbürger in den neuen Siedlungsgebieten anzusprechen, sah er als neue, aber nicht ganz einfache Aufgabe an.

Der Jahresrückblick des Vorstandes, den Siegfried Wieland erstattete, rief eine Fülle von Aktivitäten in Erinnerung: Beim Brunnenfest habe man sich beteiligt, mit der Singgemeinschaft zusammen habe man am 4. August die Landesgartenschau in Würzburg besucht. Die Winterwanderung am 13. Januar habe man wegen des schlechten Wetters nur in verkürzter Form durchgeführt. Starkregen und Überschwemmungen waren das Thema bei der Gestaltung des Faschingswagens für den Unterspiesheimer Faschingszug. Am 9. März habe man den Obstbaumschnitt am Kreisel vorgenommen- viele halfen mit, wofür sich Wieland bedankte. Die Fahrt zur Landesgartenschau nach Wassertrüdingen ist für den 22. Juni geplant, am Brunnenfest am 20. und 21. Juli werde man sich wieder beteiligen. Der Kassenbericht von Kassier Peter Frenzel wies geordnete Verhältnisse auf, sodass Kassenprüfer Matthias Gessendorfer, auch im Namen seines Kassenprüfer-Kollegen Kurt Gress die Entlastung beantragte, die auch gewährt wurde.

Zu ehren waren in diesem Jahr ausschließlich Mitglieder, die den Siedlern schon 50 Jahre die Treue gehalten hatten. Es waren dies Josef Hauck, Edmund Brand, Josef Sternecker, Hermann Haas, Rudi Friedl (er hatte die Mitgliedschaft von seinem Vater übernommen) und Edgar Ortner. Die Ehrungen nahmen Georg Grembler und Edwin Then vor.

Landesvorstandsmitglied Georg Grembler überbrachte die Grüße des Landesverbandes. In seinen 40 Jahren Mitgliedschaft im Vorstand des Landesverbandes sei die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge der größte Erfolg des Landesverbandes gewesen. Dieser Erfolg sei der Zusammenarbeit von Landesverband, Verband Wohneigentum und Freien Wählern zu verdanken.

Bei der Vorstandswahl wurden Heinz Heck, Siegfried Wieland und Edwin Then (Schriftführer) in ihren Vorstandsämtern bestätigt, die Kasse bleibt weiter in Händen von Peter Frenzel, als Gerätewarte fungieren wie bisher Josef Seufert und Konrad Werner. Dem Festausschuss gehören Josef Seufert, Konrad Werner, Barbara Heck, und Rudi Friedl an.

14 Milliarden Euro sei der monetäre Wert der Insektenbestäubung jedes Jahr in Europa, behauptete Gerhard Röthlein zu Beginn seines Vortrags über die Wildbienen. Viele Wildbienen seien bedroht durch die industrielle Landwirtschaft mit Pestizideinsatz und die Zerstörung wichtiger Lebensräume. Er ermutigte seine Zuhörer, durch bienenfreundliche Pflanzen im Garten, aber auch auf dem Balkon oder der Terrasse einen Beitrag zum Überleben der Wildbienen zu leisten. "Jeder noch so kleine Beitrag ist wichtig." Von den 564 Wildbienenarten seien in Deutschland 31 Arten vom Aussterben bedroht, 197 Arten sind gefährdet, 42 Arten sind auf der Vorwarnliste, verdeutlichte der Referent diese Bedrohtheit. Alle Wildbienen ernähren sich von Nektar, manche sind nur auf bestimmte Pflanzenfamilien (zum Beispiel Mohnblüten) spezialisiert, und daher extrem abhängig: Der Flugradius der Wildbienen liege zwischen 120 bis maximal 1200 Meter. Alles was die Biene braucht, muss in diesem Radius vorhanden sein: Schneckenhäuser, Totholz, Nahrung. "Wenn ein Faktor fehlt, wird die Biene nicht da sein."

Unter dem Tagesordnungspunkt "Wünsche und Anträge" bat Kurt Gress die Vorstandschaft des Eigenheimerbundes zu prüfen, ob die Eigenheimervereinigung sich mit einem finanziellen Beitrag an der Renovierung des Prozessionsaltars, der etwa 300 Meter hinter der Brücke des Weges von Oberspiesheim nach Alitzheim steht, zu beteiligen. Die Kostenschätzung für die Renovierung des stark beschädigten Denkmals, die der Restaurator Petro Müller erstellt habe, liege bei etwa 6200 Euro. Wenn er Gress 3500 Euro an Spenden aufbringe, übernehme die Gemeinde den Rest, diese Zusage der Gemeinde liege ihm vor. Etwa 2500 Euro habe er schon an Spenden dafür erhalten.

Willi Clemenz regte an, einige Elektrovertikultierer anzuschaffen, da beim Ausleihen häufiger Wartezeiten entstehen. Über diese Beobachtung gab es unterschiedliche Auffassungen, man nehme das Anliegen aber auf und werde in der Vorstandschaft weiter beraten. Inge Henkel, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Unterspiesheim dankte namens der Pfarrgemeinde für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung bei Pfarrfest und Kindergartenfest durch den Eigenheimerbund.

 

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