Ein Markt mit besonderer Note

28.11.2006

Mainpost 28.11.2006

 

Ein Markt mit besonderer Note

 

ZEILITZHEIM Verkehrschaos. Die Autos bewegten sich im Schneckentempo aneinander vorbei. Parkplätze waren Mangelware. Kontinuierlich strömten die Besucher ins Schloss, um sich beim weihnachtlichen Kunsthandwerkermarkt auf die Adventszeit einstimmen zu lassen.

 

Das war nicht einfach angesichts der eher frühlingshaften Temperaturen und des Sonnenscheins, der einige dazu verleitete, kurzärmlig herumzulaufen. Wer nicht so viel Hitze hatte, dem wurde es spätestens warm beim Anblick der vielen schönen und hochwertigen Dinge, die die an die 100 Aussteller im Arkadenhof, in der alten Kelter, im Gewölbekeller, in der ehemaligen Remise, im Treppenhaus und in Räumen im ersten Stock präsentierten.

Das Angebot war qualitätvoll und breit gefächert. Es reichte von Spielzeug, Tonwaren, Porzellan, Glas über Bilder, Postkarten, Wollerzeugnisse und Lichter aller Art bis hin zu Schmuck, Musikinstrumenten und Antiquitäten.

Sehr gefragt waren Kränze und Gestecke aller Art. Glänzende Augen bekamen Frauen am Hutstand. Lustvoll griffen sie sich eines der vielen einfallsreichen Unikate und probierten es auf. "Passt prima" oder "ich habe kein Hut-Gesicht", lauteten die Kommentare nach dem obligatorischen Blick in den Spiegel.

Verlockend war auch das große Schmuckangebot. Und so manche Besucherin wünschte sich, dass das eine oder andere Stück seinen Weg unter den Christbaum findet. Kinderherzen schlugen höher angesichts der vielen Puppen, Teddys, Puppenküchen, Puppenkleider und des anderen Spielzeugs.

Bewundert wurde die Geschicklichkeit der Klöpplerinnen. Gekonnt und schnell verknüpften sie die feinen Fäden zu einem kunstvollen Gespinst. Nicht weniger beeindruckend war die Arbeit von Heidi Frey aus Ochsenfurt. Sie fertigte aus Draht, Hohlglas und Perlen nach alten Vorlagen filigranen Christbaumschmuck. "Erst habe ich ihn für die Familie gemacht. Es ist mein Hobby. Jedes Stück ist ein Unikat", erläuterte sie. Außerdem konnten die Besucher einem Korbflechter über die Schulter schauen.

Wem der Trubel zu viel wurde, der konnte sich bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen im Jagdsaal ausruhen und das Ambiente auf sich wirken lassen, das dem Markt die besondere Note verlieh.

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