Ein neues, liebenswertes Gesicht

02.05.2007

HERLHEIM (BP)

Ein neues, liebenswertes Gesicht

 

Ansonsten viel befahren verwandelte sich am Sonntag die Herlindenstraße, die Hauptstraße des Ortes, in eine Fußgängerzone. Bei strahlendem Sonnenschein feierten die Herlheimer mit zahlreichen Gästen aus nah und fern den Abschluss der Dorferneuerungsmaßnahmen, die in kürzester Zeit durchgeführt wurden und dem Dorf ein neues, liebenswertes Gesicht verleihen.

Entlang der Herlindenstraße und rund um die vier erneuerten oder neu angelegten Brunnen wurden zahlreiche Attraktionen geboten. Als Besuchermagnet erwies sich die Ausstellung von Oldtimer-Fahrzeugen am Brunnen im Unterdorf. 60 Besitzer von Autos, Traktoren, Motorrädern, Fahrrädern und anderen Geräten ließen ihre Altertümer bewundern, darunter ein Kramer Bulldog von 1938, ein Mercedes 170 von 1939 und ein Motorrad Ardie TM 500 von 1928.

Im gesamten Altort waren an etwa 60 Anwesen Bilderdokumentationen angebracht. Hier konnten die Einwohner des Ortes und die Gäste die Namen der früheren Besitzer bis ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen. Auch das Jahr des Hausbaus war zu finden. Die ältesten Gebäude stammen aus der Zeit um 1700.

Alt und Neu konnten die Besucher etwas abseits, am Brunnen an der Raiffeisenbank, vergleichen. Die Funktion einer Spritze aus der Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts stellte die Feuerwehr hier unter Beweis. Daneben stand das hochmoderne heutige Feuerwehrauto.

Ebenfalls alt und neu im Vergleich war im Nebenschiff der Kirche geboten. Bei der Gegenüberstellung von alten und aktuellen Bildern durch Arnold Hess konnten die Besucher die Veränderungen des Dorfes in den letzten 100 Jahren sehen. Auch die Bildstöcke des Dorfes und die in der Gemarkung wurden hier den Interessierten per Bild gezeigt.

Über die Geschichte und die Ausstattung der Barockkirche Sankt Jakobus informierte Waldemar Dereser die wissbegierigen Besucher. Vermutlich stand die Urkirche, aus Holz erbaut, auf dem Kapellenhügel, einen Kilometer vom Dorf entfernt. Nachdem diese zweimal abgebrannt war, wurde der erste Teil der heutigen Kirche erbaut und 1237 dem heiligen Sankt Jakobus geweiht. Diese Kirche bestand wohl nur aus den unteren Geschossen des Turms und war von Gaden umgeben. Im zweiten Bauabschnitt Anfang des 16. Jahrhunderts (1541 geweiht) wurde der Turm zu seiner heutigen Höhe hochgezogen und ein Teil des heutigen Kirchenraumes errichtet. Im 18. Jahrhundert (1731) folgte die Erweiterung des Kirchenraumes. 1972 schließlich erhielt die Kirche durch einen Anbau die zwei Seitenschiffe und ihre heutige Kreuzform. Weiter erklärte der Kirchenführer die Ausstattung der Kirche, die Altäre, die Kanzel, die Orgel und noch vieles Wissenswertes rund um die Kirche.

Auf großes Interesse, vor allem auch der älteren Besucher, stieß die Ausstellung über den früheren Flugplatz Herleshof, die der Historische Verein Zeilitzheim zur Verfügung gestellt hatte. Auf dem Kirchplatz informierten Frauenbund und Gesangverein mit Infotafeln und Fotos über ihre Geschichte und ihre Arbeit. Pfarrer Andreas Engert zeigte mittels Bildern die Renovierung des Pfarrhauses. Im Musikraum waren Bildtafeln des Musikvereins und der Soldatenkameradschaft zu finden, die hier über ihre Entwicklung und ihre Aktivitäten berichteten. Auch für die Unterhaltung der Kinder war bestens gesorgt. Neben Basteln und Schminken war vor allem eine Hüpfburg die große Attraktion für die Kleinen.

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