Ein Schwert für den Taekwon-Do-Meister

30.03.2016

Mainpost 30.03.2016

ZEILITZHEIM

 

Ein Schwert für den Taekwon-Do-Meister

Beim 1. SC Zeilitzheim steht Heinz Herbert für seinen Sport wie kaum ein anderer. In der Familie des traditionellen Taekwon-Do genießt er hohes Ansehen.
Im Jahr 1991 gründete Heinz Herbert aus Zeilitzheim im örtlichen Sportclub die Abteilung Taekwon-Do. 25 Jahre später erfreut sich die Abteilung immer noch großer Beliebtheit und bietet für ihre Mitglie-der mehr als nur das Ausüben einer Sportart.

Zu einer Feierstunde waren 50 Gäste ins Sportheim geladen, unter anderem der erste und zweite Vorstand, zwei Ehrenmitglieder sowie Vertreter befreundeter Vereine, Weggefährten und Freunde. Vereinsvorsitzender Horst Herbert bezeichnete Heinz Herbert in seinem Grußwort als „das Herz und den Motor der Abteilung“.
In seiner anschließenden Ansprache nahm Heinz Herbert die Anwesenden mit in die Zeit, als er selbst Taekwon-Do erlernte. Unter einfachsten Verhältnissen begann er 1977 bei Frank Weber in einem Kellerraum der Schweinfurter Pfarrei St. Michael zu trainieren. Weber war vermutlich der erste, der diese Kampfkunst in Unterfranken verbreitet hat. Als er 1985 nach Bolivien ging, wechselte Heinz Herbert in die frisch gegründete Taekwon-Do-Abteilung des Schweinfurter Karatevereins '72 (heute Budokan 72).
Trainer dort war Martin Einbecker, heute fünfter Dan (Meistergrad), einst selbst Schüler bei Frank Weber. Dieser betreute Heinz Herbert bis zur Prüfung zum ersten Dan im Jahr 1989. Ende der achtziger Jahre war Heinz Herbert auch Gründungsmitglied des inzwischen eigenständigen 1. Taekwon-Do-Clubs Schweinfurt.

Erstes Training am 6. Juni 1991

Nach sechs Jahren des gemeinsamen Wirkens mit Martin Einbecker entschloss sich Heinz Herbert im Alter von 36 Jahren in seinem Heimatort Zeilitzheim eine Gruppe im dortigen Sportclub zu gründen. Am 6. Juni 1991 war es soweit – das erste Taekwon-Do-Training beim 1. SC Zeilitzheim fand statt.
Erklärtes Ziel von Heinz Herbert war es damals Menschen jeden Alters, die bisher keinen Sport betrie-ben haben sowie Menschen aus dem Gemeindeumfeld für diese Sportart zu begeistern.
Die Taekwon-Do-Gruppe stieß im 1.SC Zeilitzheim anfangs jedoch nicht immer auf offene Türen. „Zu groß war die Befürchtung, dass eine weitere Sportart, deren Name noch dazu kaum aussprechbar war, den anderen Abteilungen und damit dem Gesamtverein eher schaden als nutzen würde“, erinnert sich Heinz Herbert.
Dass sich die Befürchtungen nicht bewahrheiteten, zeigt die „einzigartige Erfolgsgeschichte“ welche Herbert mit seiner Abteilung schrieb. Dessen waren sich alle Redner am Nachmittag einig. Sein Konzept ging auf, die Gruppe wuchs. Inzwischen bringen sogar Eltern aus Schweinfurt ihre Kinder nach Zeilitzheim zum Training.
Als ein besonderes Glück bezeichnete Herbert den Wechsel vom olympischen Wettkampf-Taekwon-Do zum traditionellen Taekwon-Do und damit zu Großmeister Rudi Grasser (7. Dan). Unter dessen Einfluss sei die erfolgreiche Entwicklung der Abteilung überhaupt erst möglich gewesen.

14 tragen schwarze Gürtel

Bis heute hat die Abteilung insgesamt 17 lizenzierte Übungsleiter herangebildet. 14 Sportler tragen schwarze Gürtel, darunter zwei Frauen.
Besonders stolz ist man auf Roman Engert, der vor Kurzem die Prü-fung zum vierten Dan erfolgreich abgelegt hat. Damit hat er die gleiche Stufe erreicht wie sein Dojang-Leiter und Trainer Heinz Herbert.

Hervorzuheben sind die großen sportlichen Erfolge der Abteilung. Bayerische Meistertitel holten Peter Eckert, Roman Engert und Tim Wendnagel sowie Laura Kram (Kindergruppe).

Für die Zukunft setzt Heinz Herbert mit seinem Team weiter auf eine fundierte, qualitativ hochwertige Ausbildung. Diese sei bisher der Schlüssel zum Erfolg gewesen. Der wird am Mitgliederstand von rund 100 deutlich, und an der überdurchschnittlich hohen Trainingsbeteiligung in den beiden Gruppen.

Bei der Feierstunde ließ Florian Hauck, Schwarzgurt-Träger und langjähriger Trainer, die Geschichte der Abteilung Revue passieren. Unterstützt wurde Haucks Vortrag durch eine Präsentation des stellvertretenden Abteilungsleiters Wolfgang Kassner.

Abschließend überreichte Heinz Herbert noch kleine Geschenke und Urkunden für langjährige Mitglieder aus der Abteilung.

Seine Trainermannschaft übergab ihm als Dank für seinen langjährigen Einsatz ein besonderes Geschenk: Ein japanisches Samurai-Schwert.

Informationen über die Geschichte des Taekwon-Do in Zeilitzheim und vieles mehr unter www.taekwondo-zeilitzheim.de

 

Zu den News