Ein Trampolin fliegt besser nicht

28.06.2016

Mainpost 28.06.2016

ZEILITZHEIM

Ein Trampolin fliegt besser nicht

Eine Kerm, die unsern Namen trägt und Zeilitzheim bewegt“, sangen Christina Schömig, Kerstin Meyer, Marcel und Pascal Hahner sowie Markus Unrau auf die Melodie von DJ Ötzis „Ein Stern“.

Die Mitglieder der Zeilitzheimer Kirchweihjugend hatten wieder ihr Bestes getan und bescherten Einwohnern und Gästen ein ereignisreiches und auch kulinarisch genussvolles Kirchweihwochenende. Bei abwechslungsreicher Musik für jeden Geschmack startete die Kerm am Samstagabend schwungvoll mit dem Duo „Melly und Clyde“, jedoch bei unbeständigem Wetter.
Am Sonntag standen zunächst nach dem Mittagstisch der Kirchweihumzug und die Predigt an, sowie am Abend das Achtelfinalspiel Deutschland gegen die Slowakei bei der Fußball-Europameisterschaft, das auf einer Großbildleinwand übertragen wurde. Daneben aber stand noch ein ganzer Reigen an weiteren Angeboten auf dem Programm.
Die Sonne war rechtzeitig zurückgekehrt, als Motivwagen und Fußgruppen unter den Klängen der Zeilitzheimer Heiligenbergmusikanten von der Brünnstadter Straße hinein in den Gänsewasen zum Festplatz zogen. Danach präsentierten die Sängerinnen und Sänger der Kirchweihjugend für ortsansässige Unternehmer und bekannte Zeilitzheimer Persönlichkeiten verschiedene Ständchen, was diese – sofern anwesend – wie üblich mit einer großzügigen Spende belohnten.

„Ja unser Horst, der macht des scho seit 20 Jahr', Gemeinde verwalten, Sitzungen halten“, stimmte das Quintett beispielsweise ein Loblied auf Bürgermeister Horst Herbert an, auf die Melodie des Hits „Ham kummst“ von Seiler und Speer. „Ja so ein' Bürgermeister, den braucht Zeilitzheim, ja so ein' Bürgermeister, den lass mer ned heim“, waren sich die Fünf einig.

„Der Elektriker in Zoalzerm, der heißt Säger, unser guter schlauer Armin Säger“, lauteten weitere Liedzeilen, zur Titelmelodie von „Biene Maja“.
Aber auch für das Genießerwerk von Michael Ehwalt und Bianca Behr, das Weingut Mößlein, den Weinhof Herbert, die Ziegelei Englert, den Getränke Geißel, die Werkstatt Thomas Hönig und Freizeit Meyer gab es passende selbst gedichtete Ständchen. Im Anschluss folgte die traditionelle Kirchweihpredigt. Mit Argusaugen hatten die Mitglieder der Kirchweihjugend das ganze Jahr über das Ortsgeschehen in Zeilitzheim beobachten, um es dann am Kirchweihsonntag zunächst auf den Motivwagen darzustellen und kurz darauf in gewitzt gereimter Form vorzutragen.

Sie hatten auch in diesem Jahr wieder allerlei lustige Vorkommnisse gefunden, und auch der Spott über das ein oder andere peinliche Malheur durfte natürlich nicht fehlen.
Beispielsweise berichteten Andreas Fuchs und Markus Unrau, die die Predigt vortrugen, über einen fürsorglichen Familienvater, der für seine Kinder ein großes Trampolin kaufte.

Nach einem Unwetter in der Nacht traute er jedoch am nächsten Morgen seinen Augen kaum: „In den Garten geht er und will wiss, wo denn das Hüpfgerät jetzt is. Er schaut sich um, da fällt ihm auf: Zerknüllt liegt's auf dem Hausdach drauf!“, erzählte Andreas Fuchs. Sämtliche Reparaturversuche am Trampolin schlugen fehl. „Und die Moral vo dera Gschicht: Ein Trampolin fliegt besser nicht!“

Außerdem war Thema in der Predigt, dass im vergangenem Jahr zwei Frauen am Samstagabend des Marktplatzweinfestes nach einem Toilettenbesuch im alten Rathaus eingeschlossen worden waren.

Nachdem die Erste noch von einem jungen Mann aufgefangen wurde, nach ihrem beherzten Sprung aus dem Fenster, entschloss sich der Retter, sich dieser Gesundheitsgefahr nicht noch einmal auszusetzen und holte sogleich den Schlüssel, damit die Zweite das Rathaus, wie sonst üblich, durch die Tür verlassen konnte.

Weitere Themen in der Predigt waren Pizzabestellungen auf Umwegen sowie das ein oder andere Malheur aus der Landwirtschaft.

 

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