Ein Trio führt den TSV Gernach

05.06.2018

Mainpost 05.06.2018

GERNACH

Ein Trio führt den TSV Gernach

Mit Bangen, wie und ob es weitergeht mit dem TSV Gernach kamen wohl die meisten Vereinsmitglieder ins Sportheim zur außerordentlichen Mitgliederversammlung. Diese war einberufen worden, weil sich bei der Jahreshauptversammlung niemand als Vorsitzender zur Verfügung gestellt hatte.

So war nach der Begrüßung der Mitglieder durch Alfred Glos der erste Tagesordnungspunkt „Neuwahl des 1. Vorsitzenden“. Da sich auch jetzt niemand zur Verfügung stellte, ging man zum dritten Punkt der Tagesordnung über: „Änderung der Satzung“.

Da nach Auskunft des Registergerichts in der Einladung der Paragraf der Satzung hätte angegeben werden müssen, dessen Änderung beantragt wird, konnte über die beabsichtigte Satzungsänderung nur informiert werden: der Vorstand des TSV macht den Vorschlag, die Satzung dahingehend zu verändern, dass der Vorstand „im Sinne des Vereinsrechts“ künftig aus drei gleichberechtigten Vorsitzenden, dem Schriftführer, dem Kassier und dem Jugendleiter besteht.

Auf mehrere Schultern verteilt

Gerichtlich und außergerichtlich wird der Verein durch zwei Mitglieder des Vorstandes vertreten. Durch diese Regelung, so die Begründung für diesen Antrag auf Satzungsänderung ist, die Arbeit, die bisher vor allem in der Alleinverantwortung des 1. Vorsitzenden lag, auf mehrere Schultern zu verteilen. Dieser Vorschlag lehnt sich an andere Vereinssatzungen an, die dieses Modell schon praktizieren.

Die Nachfrage von Dieter Dietz, wie dann die Aufgaben im Vorstand verteilt werden, beantwortete die stellvertretende Vorsitzende des TSV, MaryAnn Fuchsberger dahingehend, dass die dann sechs gleichberechtigten Vorstandsmitglieder die Aufgaben unter sich aufteilen müssen. Fridolin Gerber stellte die Frage, wer dann bei Fehlern und Versäumnissen hafte. Alfred Glos gab die Auskunft, dass jedes Vorstandsmitglied lediglich bei grober Fahrlässigkeit persönlich haften müsse, in anderen Fällen hafte der Verein mit dem Vereinsvermögen.

Reinhard Heck sah in der geplanten Satzungsänderung einen Vorteil für den TSV: die Aufgabenverteilung biete die Möglichkeit zur Entlastung des Einzelnen. Das Stimmungsbild, das Alfred Glos erhob, hatte zum Ergebnis, dass alle anwesenden Mitglieder sich für die geplante Satzungsänderung aussprachen, zumal es „einen Interessenten“ für den noch freien Platz in dem geplanten Sechsergremium gebe.

Erleichterung war im Sportheim zu spüren, scheint auf diesem Weg doch die Zukunft des TSV Gernach gesichert. So wird in der nächsten außerordentlichen Mitgliederversammlung am Sonntag, 1. Juli, um 20 Uhr die geplante Satzungsänderung (mit Angabe des Paragrafen, der geändert werden soll) auf der Tagesordnung stehen und als weiterer Punkt „Wahl eines weiteren Mitglieds im Vorstand des TSV Gernach“.

So wird wohl die nächste Kirchweih auch wieder im TSV-Sportheim gefeiert werden – mit Fassbier, denn gerade während der Sommermonate wird nicht immer Fassbier ausgeschenkt, weil es nicht genügend Abnehmer gibt.

Schließlich informierte Alfred Glos über die EU-Datenschutzgrundverordnung und die Schwierigkeiten der Umsetzung, vor allem wenn die Anschrift auswärtiger TSV-Mitglieder nicht mehr aktuell ist. Die Anregung von Reinhard Heck, Hecken am Rande des TSV-Sportgeländes zurückzuschneiden, wird wohl im Herbst oder im Frühjahr umgesetzt. Dieter Dietz informierte, dass die Gemeinde dafür den Häcksler zur Verfügung gestellt habe. Gäbe es keine Zukunft für den TSV, wäre die Besprechung all dieser Punkte obsolet gewesen. So wurde klar: der TSV Gernach besteht weiter.

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