Ein wunderschöner musikalischer Abend

29.04.2016

Mainpost 29.04.2016

HERLHEIM

Ein wunderschöner musikalischer Abend

Unter dem Motto „Lieder braucht die Welt“, erlebten Mitwirkende und Zuhörer drei wundervolle Stunden bei einer Serenade des Gesangvereins 1926 Herlheim in der Herlindenhalle.
Lieder von zeitgenössischen und schon lange verstorbenen Komponisten, deutsche Volkslieder, auch im Dialekt, und Lieder aus anderen Teilen der Welt, auch in anderen Sprachen, waren ebenso zu hören wie Spirituals. So mancher Beitrag ließ die Zuhörer auch wehmütig an vergangene, aber noch nicht allzu weit entfernte Zeiten denken.
Mit „Fröhlich wollen wir beginnen“ von Gustav Gunsenheimer, einem Chorleiter aus Schweinfurt, eröffnete der gastgebende Chor des Herlheimer Gesangvereins unter Leitung von Norbert Kraus den Abend. Nach der Begrüßung durch Vorsitzende Rita Ebert, die durch den Abend führte, betonten die Gastgeber mit „Lieder sind der Welt geschenkt“ das Motto des Abends.
Danach war die Bühne frei für den Projektchor Lindach/Hirschfeld. Mit „Swing-e-di-du“ von Albin Freibott und „?s ist Feierabend“ von Manfred Bühler trugen die Sänger und Sängerinnen zwei Werke von zeitgenössischen Komponisten vor. Mit „Cinderella Baby“ und „Wochenend und Sonnenschein“ erfreuten sie weiter locker und beschwingt die Zuhörer mit bekannten Ohrwürmern.
Den nachdenklichen Stücken „Musik ist wie die Sonne“ und „Die weiße Taube“ durch den Kolping-Chor aus Zeilitzheim folgte das afro-amerikanisches Spiritual „By and By“. Wunderbar zum Motto des Abends passten auch die Darbietungen des Liederkranzes 1861 Ebrach, „Musik erfüllt die Welt“, „Wo Musik sich frei entfaltet“ und „Shall we gather at the river“.
Als vierter Beitrag begeisterte der Chor dann das Publikum mit einer wahren Hymne, „Freude schöner Götterfunken“, dessen Text von Friedrich Schiller und die Melodie von Ludwig van Beethoven stammt. „Sing a song“ des Herlheimer Chors leitete die Ehrungen ein. Die launigen Beiträge in fränkischer Sprache des Grettschter Dreigesang, einem Trio zu viert (Norbert Kraus, Albin Hofmann, Wolfgang Dürr und Stefan Ullrich) lösten im Publikum wahre Lachstürme aus. „... und sie sagt“, „Mei Kunnerla“, „Baura Mädla“ und „Alles bloß kee Wasser“ erzählte von schönen, aber nicht immer angenehmen weiblichen Wesen und von Getränken die besser schmecken als Wasser.
Vier Lieder, jedes in einer anderen Stimmung, gab der Männerchor des Gesangvereins aus Burgebrach zum Besten. Wehmütig besangen sie die „Heimat“, während es bei „Froher Sängermarsch“ beschwingt zuging. Bekannt durch Reinhard May träumten sie dann von den Möglichkeiten „Über den Wolken“ ehe sie sich bei „La Cucaracha“ nach Mexiko begaben.

Gleich in drei unterschiedlichen Zusammensetzungen präsentierten sich die Sänger des Gesangvereins Sängerlust 1910 Alitzheim. Als großer gemischter Chor grüßten Damen und Herren gemeinsam mit „Sangesgruß“. Rockig zu ging es zunächst beim Frauenchor mit „Rock my Soul“, ehe sie bei „Can?t help falling in Love“ von Liebe sangen. Alle Tage wachen Engel über mich, hofften die Sängerinnen beim Spiritual „All night, all day“. „Weit, weit, weg“ (Hubert von Goisern) begaben sich schließlich die Herren, ehe sie sich „Beim Holderstrauch“ wieder trafen. Dort besangen sie „Die wahre Liebe“.
Unterbrochen wurden die gesanglichen Beiträge durch das Holzbläserensemble aus Michelau. Marco Wolf, Christina Hauck, Stephanie Hauck, Madeleine Wolf und Annika Dolag begeisterten das Publikum. Unterstützt durch seine Bläserinnen begleitete Marco Wolf den gastgebenden Chor auf dem Keyboard.

Das Ende des Abends läuteten die Gastgeber schließlich mit „Come back Lisa“ ein. Ihm ließen sie „Always look on the bright side of life“ folgen, ehe sie sich mit dem ruhigen „Abendruhe“ verabschiedeten.
Der gemeinsam gesungene Kanon „Abendstille“ beendete einen wunderschönen musikalischen Abend.

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