Eines der etablierten feinen Festivals

04.07.2007

Mainpost 4.7.2007

 

ZEILITZHEIM

Eines der etablierten feinen Festivals

 

Der Förderkreis Schloss Zeilitzheim lud ein zu einer „Begegnung mit Ungarn“ im Rahmen des diesjährigen Zeilitzheimer Sommerfestivals, das an drei Tagen ein hochkarätiges Musikprogramm und ungarische Kunst im Schloss bot.

An der Eröffnung begrüßte Schirmherr Regierungspräsident Paul Beinhofer das Publikum. „Das Zeilitzheimer Sommerfestival gehört inzwischen zu den etablierten feinen Festivals der Region“, sagte er. Das Sommerfestival wird mittlerweile alle zwei Jahre veranstaltet und immer unter dem Motto eines Begegnungslandes gestellt. Schlossherr Alexander von Halem hat zu Ungarn eine ganz besondere Beziehung: seine Frau Katalin ist in Ungarn geboren und die beiden Kinder wachsen zweisprachig auf.

Gleich zu Beginn der dreitägigen Veranstaltung begeisterte das Kölner Klaviertrio mit einem ungarischen Programm von Istvan Szelnyi über Bela Bartok bis Zoltan Kodaly. Aber auch die Stücke der Komponisten Josef Haydn und Johannes Brahms fügten sich hervorragend in die „Hommage an Ungarn“ ein. Während das Klaviertrio den klassischen Einstieg in das Thema innehatte, übernahm die typisch ungarische Zigeunerkapelle „Csardas-Trio“ den volkstümlichen Part und hochbegabte Würzburger Studenten ließen am dritten Tag die Musik zeitgenössischer Komponisten erklingen. Mit „Und der Himmel hängt voller Geigen“ verzauberten zehn junge Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ das Publikum. Zum Abschluss des musikalischen Programms stattete auch die Europaabgeordnete Dr. Anja Weißgerber dem Festival einen Besuch ab. Die künstlerische Leitung übernahm Professor Walter Schreiber.

Auch die gestalterische Kunst kam beim Sommerfestival nicht zu kurz. Die in Budapest lebende Künstlerin Christa Bartesch stellte im Schloss ihre Ölgemälde aus, die sich einzigartig in das Ambiente des Gebäudes einfügten. Große Anerkennung ernteten auch die Fotografien von Horst Schmeck. Mit Balaton-Bildern, die dem See durch das reine Zusammenspiel von Wasser, Licht und Himmel ständig ein anderes Gesicht geben, füllte der Fotograf aus Köln den Raum auf seine Weise mit ungarischem Lebensgefühl. Dieses wurde noch verstärkt durch die im Jagdsaal ausgestellten Minutenportraits ungarischer Landleute.

In zwei Jahren plant der Förderkreis Schloss Zeilitzheim sein Sommerfestival unter die Flagge Österreichs zu stellen.

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