Einnahmen und Ausgaben unter Plan

10.07.2015

Mainpost 10.07.2015

 

KOLITZHEIM

Einnahmen und Ausgaben unter Plan

Am Ende des ersten Halbjahrs gab Kämmerer Werner Knoblach dem Kolitzheimer Gemeinderat einen Überblick über die Finanzlage. Einnahmen und Ausgaben haben noch nicht die Hälfte des Ansatzes erreicht, was ganz normal sei. Viele Zahlungen gehen erst später ein. Dasselbe gilt für Rechnungen. Von den angesetzten 21 Millionen Euro wurden ein Drittel eingenommen, ausgegeben wurden 5,3 Millionen. Die größte Differenz liegt beim Vermögenshaushalt, was mit der Großbaustelle Kläranlage zusammenhängt. Diese sei technisch zu 50 Prozent fertiggestellt, aber erst zu 25 Prozent bezahlt, erklärte Bürgermeister Horst Herbert. Angesetzt sind für den Tiefbau 6,7 Millionen Euro, ausgegeben wurden erst 1,4 Millionen, ging Kämmerer Knoblach hier genauer auf die Zahlen ein. An Einnahmen kommt im Oktober ein dicker Brocken dazu, wenn die dritte Rate der Verbesserungsbeiträge fällig werden.

Bei den Steuereinnahmen liege man ziemlich im Trend, auch bei der Gewerbesteuer, bei der 600 000 Euro angesetzt waren und bis jetzt 330 000 Euro eingenommen wurde, so Knoblach. In den vergangenen Jahren wurden bis zur Jahresmitte deutlich über die Hälfte der eingeplanten Summe erreicht.

Gut waren die Zinseinnahmen, bei denen statt 13 000 bereits 78 000 Euro erreicht wurden. Auch bei den Einnahmen aus der Veräußerung von Anlagevermögen wurden 230 000 Euro mehr erzielt als angesetzt, was vor allem am Ansturm auf Bauplätze liegt. Ein genehmigter Kredit von zwei Millionen Euro wurde noch nicht aufgenommen. Er spekuliere hier auf einen Zinssatz von 0,0 Prozent, so Knoblach. Im Moment liege er bei 0,3 Prozent.

Beim Erwerb von Grundstücken wurden bisher statt 737 000 erst 36 000 Euro ausgegeben, vor allem für Bauflächen in Lindach. Der Ansatz von 319 000 Euro für den Erwerb beweglicher Sachen wird erst erreicht werden, wenn der Bauhof ein Mehrzweckfahrzeug erhält. 700 000 Euro sind für ein Dienstleistungszentrum angesetzt, wofür bis jetzt nichts ausgegeben wurde, da das Genehmigungsverfahren erst anläuft.

Geplante 2,26 Millionen Euro an den Abwasserzweckverband Kolitzheim-Sulzheim wurden noch nicht abgeführt. Auch Fördergelder, vor allem an Kirchen und Kindergärten, für die 1,3 Millionen Euro angesetzt sind, flossen bisher nur 30 000 Euro. Ein Darlehen über 169 600 Euro, das mit vier Prozent verzinst war, wurde per Sondertilgung abgelöst.

Am 30. Juni hatte die Gemeinde 39 000 Euro Schulden. Bei Banken und Sparkassen waren 1,25 Millionen Euro angelegt und die Gemeinde hat Bausparanlagen mit gutem Zinssatz von über 973 000 Euro.

„Alles in allem stehen wir noch relativ gut da“, so Bürgermeister Herbert. Jedoch werden die Firmenrechnungen bis Jahresende kommen. Auf Frage von Burkhard Krapf ging er genauer auf die Abrechnung des Kläranlagenbaus ein. Der Abwasserzweckverband rechne mit beiden Gemeinden ab. Von rund zwölf Millionen Euro Kosten der Gemeinde Kolitzheim finanziert sich die Hälfte über Verbesserungsbeiträge der Bürger, wovon bereits drei Millionen erhoben wurden, der Rest über Gebühren.

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